Fracking

Nicht zu Lasten der Umwelt

Die unkonventionelle Erdgasgewinnung aus schwer erschließbaren Gesteinsschichten durch Frackingverfahren ist noch nicht ausreichend erforscht, um Gefahren für die Umwelt, insbesondere das Grundwasser, auszuschließen. Dies gilt jedenfalls für die Schiefergasförderung. Die DWA begrüßt die Aussagen der Bundesregierung, bei einer gesetzlichen Regelung des Fracking dem Trinkwasser und der Gesundheit absoluten Vorrang einzuräumen. Die Bunderegierung hat neue Vorschläge für Regelungen im Wasserhaushaltsgesetz und in der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung vorgelegt, die 2015 in Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden sollen. Die beabsichtigte Einbindung eines wissenschaftlich orientierten Gremiums vor der möglichen Genehmigung von Versuchsbohrungen geht in die richtige Richtung.

Fracking – Vorrang für Gewässer- und Gesundheitsschutz sicherstellen.

Die Umweltauswirkungen einer Frackingmaßnahme müssen ermittelt und bewertet werden. Insbesondere die Probleme des Flowbacks müssen umweltgerecht gelöst werden. Fracking in sensiblen Gebieten (z. B. Feuchtgebieten, Heilquellen, Trinkwasser- und sonstige Wassergewinnungsgebiete)muss verboten werden. Zu den sensiblen Gebieten gehören auch solche Einzugsbereiche von Flüssen, die in besonderem Maße für die Trinkwassergewinnung relevant sind. Frackingmaßnahmen müssen einer behördlichen Zulassung und Überwachung unterliegen. Für diese Maßnahmen ist generell eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorzusehen. Die DWA erwartet, dass gegenüber den Wasserbehörden eine vollständige Offenlegung der verwendeten Stoffe sowie der Zusammensetzung der verwendeten Flüssigkeiten erfolgt. Es sollten nur Stoffe verwendet werden dürfen, bei denen die Wassergefährdung ausgeschlossen oder gering ist. Wichtig ist, dass die Diskussion des Gesetzgebungsvorschlags auf einer sachlichen Ebene erfolgt und zeitnah eine Umwelt- und Energiebelange beachtende Lösung gefunden wird. 

DWA-Stellungnahme

Stellungnahme zu den Referentenentwürfen zur Änderung wasser-, naturschutz- und bergrechtlicher Vorschriften zur Untersagung und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie und anderen Vorhaben

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