DWA-Gewässerentwicklungspreis 2013

Renaturisierter Fluss-Seitenarm

Nach 2007 und 2010 wurde der DWA-Gewässerentwicklungspreis für 2013 erneut ausgeschrieben. Vergeben wird er für vorbildlich durchgeführte Maßnahmen zur Erhaltung, naturnahen Gestaltung und Entwicklung von Gewässern im urbanen Bereich.

 

Die Gewässerentwicklung in diesem Sinne umfasst alle Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, die wasserwirtschaftliche und ökologische Funktionsfähigkeit und das innerstädtische/innerörtliche Erscheinungsbild sowie den Erlebniswert der Gewässer zu erhalten, nachhaltig zu entwickeln und zu verbessern.

 

Der Gewässerentwicklungspreis wird in Form eines Kunstobjektes oder einer anderen öffentlichkeitswirksamen Art vergeben. Die Aufstellung erfolgt in Abstimmung mit dem Preisträger an geeigneter Stelle.

 

Preisträger 2013

Hörderbach Dortmund

Der DWA-Gewässerentwicklungspreis 2013 wird an das Projekt "Obere Emscher mit dem Ensemble Hörder Bach, Hochwasserrückhaltebecken Nagelpöttchen und Phoenix-See" der Stadt Dortmund in Zusammenarbeit mit Emschergenossenschaft/Lippeverband vergeben. Es entspricht am meisten den Kriterien des DWA-Gewässerentwicklungspreis. Sowohl die Anforderungen an die naturnahe Gestaltung, als auch die Bedürfnisse der Bevölkerung durch Schaffung naturnaher Freizeitgebiete im innerstädtischen Bereich bzw. im Bereich infrastruktureller Fixpunkte wurden dabei in außergewöhnlicher Weise berücksichtigt. Bei der Umsetzung des Projektes waren sehr schwierige Aufgaben zu lösen. Mit seiner überregionalen Bedeutung und seinem Einzugsgebiet stellt es den Strukturwandel der Region dar. Neben der Bedeutung für Ökologie, Erholung und Wohnqualität ist eine direkte Vernetzung mit wichtigen, naturnahen Zuläufen des oberen Emscherbereichs erzielt worden.

 

Belobigungen für Altenbeken und Chemnitz

Wir erhielten so viele gute und interessante Bewerbungen, dass wir uns entschlossen haben, zusätzlich zum DWA-Gewässerentwicklungspreis, zwei Belobigungen auszusprechen.

 

Diese gingen an die Projekte

  • „Ökologische Verbesserung in Kombination mit Hochwasserschutz des Ellerbachs“, Gemeinde Altenbeken, NRW
  • „Grünzug Kappelbach“, Stadt Chemnitz, Sachsen

 

Das Projekt „Ellerbach“ der Gemeinde Altenbeken kombiniert unter teilweise schwierigen innerörtlichen Bedingungen die ökologische Entwicklung der Gewässersohle und des Ufers mit der Verbesserung des Hochwasserschutzes. Hervorzuheben ist auch die neue Erlebbarkeit des Gewässers.

 

Das Projekt „Kappelbach“ der Stadt Chemnitz zeichnet sich durch die Renaturierung des ehemals kanalisierten Gewässers im komplizierten innerörtlichen Bereich aus. U. a. durch den Abbruch von massiven Ufermauern und einer massiven Gewässersohle wurden naturnahe Verhältnisse hergestellt.