Klärschlammentsorgung und Phosphorrecycling

Regelungen praxistauglich gestalten

Die DWA begrüßt vor dem Hintergrund einer umfassenden Ressourcennutzung grundsätzlich die Initiative, Phosphor zukünftig zu recyceln. Großtechnisch einsetzbare Verfahren stehen dafür in den nächsten Jahren voraussichtlich aber noch nicht zur Verfügung. Bei der geplanten tiefgreifenden Neuordnung der Klärschlammverwertung ist eine umweltgerechte Gewährleistung der Entsorgungssicherheit zwingend notwendig. Dabei ist insbesondere der Aufbau von erheblichen Monoverbrennungskapazitäten erforderlich, was sehr zeit- und kostenintensiv ist. Schätzungen gehen derzeit von einer Kapazitätslücke von ca. 1 Mio. Tonnen Klärschlamm pro Jahr aus, die durch den Bau von Monoverbrennungsanlagen geschlossen werden müsste.

  • Bei dem politisch beabsichtigten Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung bedarf es differenzierter Lösungen. Die Bewertung aller Düngemittel muss nach gleichen Kriterien erfolgen. Qualitativ hochwertige Klärschlämme weiterhin landwirtschaftlich oder landschaftsbaulich zu verwerten, ist dabei fachlich gerechtfertigt und schont die Ressourcen.
  • Klärschlammaschen mit ausreichendem Phosphorgehalt müssen unbefristet rückholbar auf Deponien abgelagert werden können. Die DWA hält dabei einen Phosphorgehalt von > 40 g/kg TMAsche für praktikabel.
  • Die Voraussetzungen für ein ressourcenschonendes Phosphorrecycling bei der Abwasserentsorgung müssen geschaffen werden. Eine verstärkte Förderung entsprechender Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ist dazu nötig.
  • Für die Umsetzung der Pläne sind mittel bis langfristige Zeithorizonte vorzusehen. Starre Fristen für den Beginn des P-Recyclings, unabhängig von Forschungsergebnissen und der Technologieentwicklung, sind nicht sinnvoll.
  • Die Entnahme von Phosphor aus dem Wasserkreislauf hat eine hohe Priorität bei der Abwasserreinigung, so dass die Betriebe einen wichtigen Beitrag für das P-Recycling leisten können. Die Aufbereitung und Vermarktung von Phosphat zu Düngezwecken ist jedoch nicht Aufgabe der Abwasserbetriebe.
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Klärschlammentsorgung

DWA-Positionen zur Klärschlammentsorgung

Ressourcen durch Kreislaufführung von Nährstoffen schonen - Landwirtschaftliche Verwertung geeigneter Klärschlämme fortsetzen - Qualitätssicherungssysteme etablieren - Thermische Behandlung als Entsorgungsoption nutzen - Verfahren zur Phosphorrückgewinnung weiter entwickeln - Rechtliche Rahmenbedingungen praxistauglich gestalten 

DWA-Positionen zur Klärschlammentsorgung (PDF)

Gemeinsame Eckpunkte zur Klärschlammstrategie

Verbände fordern fachlich differenziertere Regelungen

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DWA-Stellungnahme

DWA-Stellungnahme zur bestehenden Regelung der Düngemittelverordnung vom 05.12.2012 hinsichtlich des Einsatzes synthetischer Polymere bei der Klärschlammverwertung.

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DWA-Stellungnahme

Stellungnahme zur Zweiten Verordnung zur Änderung der Düngemittelverordnung, Entwurf vom 06.09.2016

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