Boden

Bodenschutz und Gewässerschutz

Landschaftsbild

Arbeitsschwerpunkte

Bodenschutz und Gewässerschutz bilden in der ganzheitlichen Betrachtung der Wasserwirtschaft eine untrennbare Einheit. Daher bildet das Thema Boden in der Arbeit der DWA einen eigenen Schwerpunkt. Die Aufgaben der DWA im Zusammenhang mit den Bodenthemen umfassen alle Fragen der Bodennutzung, von urbanen Nutzungen, über Land- und Forstwirtschaft bis hin zu naturschutzfachlichen Nutzungen des Bodens.

Boden und Gewässerschutz

Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung werden insbesondere die diffusen Stoffströme im System Boden - Pflanze, Boden/Bodennutzung und Bodenerosion betrachtet. In allen Themenfeldern betrachtet die DWA den Boden sowohl als Stoffquelle, als auch als Puffer- und Speichersystem, sowie als eigenes Schutzgut.

Die Erfassung der Bodeneigenschaften, die Bewertung der Bodenfunktionen sowie die Steuerung der Bodennutzung im Sinne eines nachhaltigen Boden- und Gewässerschutzes sind inhärente Ziele der Arbeit der DWA. Dabei verbindet die DWA die Ziele der Kreislaufwirtschaft und des vorsorgenden Boden- und Gewässerschutzes mit Augenmaß für den Erhalt aller menschlichen Lenbensgrundlagen.

Aufruf zur Stellungnahme: DWA-A 920-2 „Bodenfunktionsansprache Teil 2: Filter und Puffer für organische Schadstoffe“

Die technisch-wissenschaftliche Bewertung der Funktionen des Bodens und seiner möglichen Gefährdungen sind wichtige Bestandteile von einer Reihe von Planungsinstrumenten, die im Boden- und Gewässerschutz zum Einsatz kommen. Im Mittelpunkt des Bodenschutzes stehen der Schutz seines natürlichen Filter- und Puffervermögens sowie die Vermeidung schädlicher Bodenveränderungen. Das DWA-A 920-2 widmet sich der Fähigkeit von Böden, organische Schadstoffe zu retardieren wie auch durch abiotische und biotische Prozesse abzubauen. Das Arbeitsblatt wird bis zum 31.12.2015 öffentlich zur Diskussion gestellt.

Neu erschienen: DWA-Themen T5/2015 „Wasserrückhalt in der Fläche durch Maßnahmen in der Landwirtschaft – Bewertung und Folgerungen für die Praxis“

Im vorliegenden Themenband werden die Hochwasserbildung und –entwicklung im Komplex Niederschlag-Landnutzung-Abfluss kleiner landwirtschaftlich genutzter Einzugsgebiete erläutert und diskutiert.

Aufruf zur Stellungnahme: DWA-M 615 „Gestaltung und Nutzung von Baggerseen“

Das Merkblatt zeigt im Wesentlichen Möglichkeiten auf, wie im Falle einer grundsätzlichen Zustimmung für den Kies- und Sandabbau die Eingriffe in die Landschaft und in die wasserwirtschaftlichen Gegebenheiten des betroffenen Bereiches minimiert werden können. Es widmet der Wasserwirtschaft, und hier insbesondere dem Gewässerschutz, einen breiten Raum. In gleicher Weise werden die Gesichtspunkte des Naturschutzes und der Landschaftspflege angesprochen. Das Merkblatt wird bis zum 31. Oktober 2015 öffentlich zur Diskussion gestellt.

Neu erschienen: DWA-Themen T2/2015 „Stickstoffumsatz im Grundwasser“

Der Themenband befasst sich mit der Denitrifikation und der Frage, wie lange ein natürlicher Nitratabbau in der Bodenzone und in Grundwasserleitern noch möglich ist. Nitratkonzentrationen im Grundwasser nehmen weiterhin zu, in manchen Regionen Deutschlands wird der Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 mg Nitrat pro Liter Wasser deutlich überschritten. Ohne die natürlichen Denitrifikationsprozesse lägen diese Werte noch deutlich höher. Der DWA-Themenband fasst die aktuellen Kenntnisse zu Nitratabbauprozessen, zum reaktiven Stoffdepot in Grundwasserleitern und zur Abschätzung der tatsächlichen Dauer der Nitratabbaus zusammen und ergänzt diese Ausführungen um Praxisbeispiele.

Neu erschienen: DWA-Themen T3/2014 „Automatisierung der Gewässerbeobachtung“

Der Band enthält Informationen zu Messverfahren, zum Datentransport und zur Datenaufbereitung. Er konzentriert sich auf die zentralen Aufgaben der Gewässerkunde, insbesondere die Beobachtung des Grundwassers und der oberirdischen Gewässer in Bezug auf Menge und Beschaffenheit.

Neu erschienen: DWA-M 618 „Erholung und Freizeitnutzung an Seen – Voraussetzungen, Planung, Gestaltung“

Um empfindliche Lebensräume und die Artenvielfalt an Seen zu erhalten, sind Gewässerschutz und Freizeitnutzung in Einklang zu bringen. Dies betrifft Planungen für die Sanierung und Restaurierung vorhandener Gewässer ebenso wie die Konzeptionierung von Infrastrukturen für neu entstandene Seen, zum Beispiel Baggerseen, Tagebauseen oder auch Talsperren.

Vorhabensbeschreibung: Methoden und ökologische Auswirkungen der maschinellen Gewässerunterhaltung

Mit der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie kommt dem Schutz der Gewässer als Lebensraum für Tiere und Pflanzen eine große Bedeutung zu. Intakte Gewässerstrukturen sind für das Vorkommen und Überleben der Lebensgemeinschaften am Gewässer entscheidend.