Hochwasser

Hochwasserrisikomanagement

Wasserfläche, dunkel.

Arbeitsschwerpunkte Hochwasservorsorge

Seit November 2007 gibt die Europäische Union mit der „Richtlinie über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken“ einen gesetzlichen Rahmen vor, der von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt wird. Auf dieser Grundlage gilt es beispielsweise, einzugsgebietsweite Pläne zum Hochwasserrisikomanagement zu erarbeiten. Hierbei sind Strategien und Maßnahmen zu etablieren, die helfen, die Wirkung und die Folgen von Hochwasser für Gesundheit und Umwelt, aber auch für Kulturerbe, wirtschaftliche Tätigkeiten und Infrastrukturen zu verringern. Zu diesen Fragestellungen entwickelt die DWA in einer Vielzahl ihrer Fachgremien praxisnahe Hilfestellungen. Kernziel der fachlichen Arbeit ist es, Verluste an Menschenleben sowie materielle Schäden so wie sie in den vergangenen Jahren durch Flutkatastrophen zu beklagen waren, zu vermeiden oder zumindest drastisch zu senken.

Management von Hochwasserrisiken

Die öffentliche Diskussion über die Abwehr von Hochwassergefahren und die Beherrschung von Hochwasserschäden hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Szenarien wahrscheinlicher Klimaentwicklungen, die allgemein ein Ansteigen der Hochwassergefahren erwarten lassen, unterstreichen diese Bedeutung. Neben dem Ausbau technischer Schutzbauten wird besonders den Strategien der ergänzenden Hochwasservorsorge, durch Kontrolle und Minderung von Schadenspotenzialen, eine immer größere Bedeutung zugemessen.

 

Im Jahr 2009 hat die DWA-Arbeitsgruppe „Indikatorensystem zur Bewertung der Hochwasservorsorge“ (Arbeitsgruppe HW-4.6) eine Anleitung für ein umfassendes Hochwasser-Audit von Kommunen entwickelt. Dieses Audit mit dem Thema „Hochwasser – wie gut sind wir vorbereitet“ (DWA-M 551) wendet sich an kommunale Gebietskörperschaften und andere regional abgegrenzte Verantwortungsgemeinschaften. Ziel ist es, objektiv festzustellen, wie gut es im jeweiligen Bereich um die Vorsorge zur Bewältigung von Hochwassergefahren bestellt ist und welche konkreten Verbesserungsmaßnahmen gegebenenfalls empfohlen werden können.

 

Seit Januar 2011 ist das Projekt „Audit: Hochwasser – wie gut sind wir vorbereitet?“ in einer Pilotphase angelaufen. Dieses Projekt wir von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück) gefördert. Im Zusammenhang mit den Themen der Hochwasservorsorge arbeitet die DWA mit einer Vielzahl von Organisationen zusammen. Hierzu zählen regionale Partner wie zum Beispiel die Landestalsperrenverwaltung Sachsen in der Aktion „Präventiver Hochwasserschutz“ des DWA-Landesverbands Sachsen/Thüringen ebenso wie bundesweit agierende Partner, beispielsweise die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) oder die Hafenbautechnische Gesellschaft (HTG).

Audit: Hochwasser - wie gut sind wir vorbereitet?

Von der DWA AG HW-4.6 "Audit Hochwasser" wird Kommunen und Körperschaften, die mit Hochwasserrisiken umgehen müssen, eine Hilfe zur Bewertung ihrer Hochwasservorsorge angeboten. Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt. Es dient sowohl dem Management konkreter Hochwasserrisiken in Kommunen, Verbänden oder Betrieben, als auch der Risikokummunikation mit der möglicherweise betroffenen Bevölkerung. Damit wird ein wichtiger Baustein für die nicht-technische Hochwasservorsorge gesetzt.

DWA-M 162 - Aufruf zur Stellungnahme

Von der Arbeitsgruppe ES-3.6 „Baumstandorte, Kanäle und Leitungen“, Sprecher: Herr Dr.-Ing. Bert Bosseler, wurde im Fachausschuss ES-3 „Anlagenbezogene Planung“, Obmann: Herr Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann, das Merkblatt DWA-M 162 „Bäume, unterirdische Leitungen und Kanäle“ als Entwurf erstellt.