Kläranlagen

Abwasserbehandlung als Weg zum Umweltschutz

bitte geben Sie eine Beschreibung des Bildes ein

Arbeitsschwerpunkte

Die Abwasserbehandlung leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und zur Reinhaltung unserer Gewässer. Das Regelwerk der DWA stellt sicher, dass Kläranlagen so gebaut, bemessen und betrieben werden, dass die gesetzlichen Anforderungen zuverlässig eingehalten werden. Hierzu gehört auch die auf den Einzelfall zugeschnittene Verfahrensauswahl. In ländlich strukturierten Gebieten sind andere Kriterien zu berücksichtigen als im urbanen Raum. Vor dem Hintergrund des demografischen und des Klimawandels geht die Überlegung in Richtung flexiblerer Lösungen. Dies können neuartige Sanitärsysteme (NASS) sein. Auch hiermit befasst sich die DWA.

bitte geben Sie eine Beschreibung des Bildes ein

Innovativ und nachhaltig

Die Verfahren der Abwasserbehandlung und die verschiedenenen Anlagenarten reichen von Belebungsanlagen über Biofilmverfahren bis hin zu Membranbelebungsanlagen. Aber auch bepflanzte Bodenfilter, Abwasserteichanlagen und Kleinkläranlagen sind zu nennen. Die DWA greift kontiniuierlich technische Neuerungen auf und bewertet diese. Ziel ist es, ein Optimum an Umweltschutz, Energie-, Ressourcen- und Kosteneffizienz zu erreichen. Nicht nur Planung und Bemessung können hierauf entscheidenden Einfluss nehmen, sondern auch der Betrieb der Anlagen.

28. DWA-Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen

Seit mehr als 25 Jahren verfolgt die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) mit ihrem alljährlichen Kläranlagen-Leistungsvergleich die Entwicklung der Reinigungsleistung deutscher Kläranlagen und dokumentiert den Beitrag der Abwasserbehandlung zum Gewässerschutz. Kommunale Kläranlagen in Deutschland erfüllen oder übertreffen sogar deutlich die Anforderungen der Europäischen Kommunalabwasserrichtlinie. Schwerpunktthema des diesjährigen Leistungsvergleichs ist der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf die Reinigungsleistung.

DWA-M 229 „Systeme zur Belüftung und Durchmischung von Belebungsanlagen – Teil 1: Planung, Ausschreibung und Ausführung“ Mai 2013 im Weißdruck erschienen

Das Merkblatt DWA-M 229 gibt Hinweise zur verfahrens- und energieoptimierten Auslegung von Belüftungs- und Durchmischungseinrichtungen bei Belebungsanlagen. Zwischen 50 und 80 % des Gesamtenergiebedarfs der Abwasserreinigung entfallen auf die Belüftung und Durchmischung von Belebungsanlagen. Damit kommt einer energieeffizienten Planung nicht nur bei der erstmaligen Erstellung einer Belebungsanlage, sondern zunehmend auch bei anstehenden Reinvestitionsmaßnahmen eine große Bedeutung zu.

Dienstanweisungen - DWA-A 199-1, aktualisiert

Um die einwandfreie Funktion und den störungsfreien Betrieb von Kläranlagen zu gewährleisten, muss das Personal über detaillierte Kenntnis der Anlagenteile und technischen Zusammenhänge verfügen. Zudem setzt ein wirtschaftlicher, sicherer Betrieb eine genaue Abgrenzung der Aufgaben- und Verantwortungsbereiche des Betriebspersonals voraus. Grundlage hierfür bildet eine auf die jeweiligen Verhältnisse abgestimmte Dienst- und Betriebsanweisung. Das aktualisierte Arbeitsblatt DWA-A 199 „Dienst- und Betriebsanweisung für das Personal von Abwasseranlagen, Teil 1 „Dienstanweisung für das Personal von Abwasseranlagen“ dient als Vorlage und Leitfaden zur Erarbeitung einer eigenen Dienstanweisung dienen.

Kondensate aus Brennwertkesseln - DWA-A 251, aktualisiert

Die Brennwerttechnologie leistet einen Beitrag zur sparsamen und effizienten Nutzung von Rohstoffen und Energie. Im aktualisierten Arbeitsblatt DWA-A 251 wurden die Anforderungen an die Neutralisation saurer Kondensate an Innovationen
bei den genutzten Brennstoffen angepasst. So werden, neben schwefelarmen Heizölen, Biobrennstoffe berücksichtigt. Das DWA-A 251 gibt an, für welche Gebäudearten bzw. -nutzungen keine zusätzlichen Maßnahmen zur Neutralisation der Kondensate notwendig sind und verdeutlicht dies anhand von Berechnungsbeispielen.

Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen

Jährlich vergleicht die DWA die kommunalen Kläranlagen in ihrer Leistung. Beim 23. Leistungsvergleich im Jahr 2010 stand die Entfernung des Pflanzennährstoffs Stickstoff aus dem Abwasser im Mittelpunkt. Im Ergebnis zeigt sich, dass das gereinigte Abwasser bundesweit im Durchschnitt nur noch 9,3 mg Stickstoff je Liter enthält.Von über 400.000 t Stickstoff, die im Abwasser jedes Jahr in die kommunalen Kläranlagen gelangen, werden im bundesweiten Mittel 80 % entfernt, was zu einer bedeutenden Entlastung unserer Flüsse und Seen führt. Die Anforderungen der EU werden hier deutlich übertroffen.

Überspannungsschutz - DWA-M 261, neu erschienen

Der Einsatz von elektronischen Geräten und Komponenten der Mess-, Automatisierungs- und Leittechnik in Abwasserbehandlungsanlagen nimmt stetig zu. Dazu kommt die steigende Vernetzungsgrad von Kläranlagen untereinander. Überspannungsmaßnahmen sind daher unabdingbar. Ursachen für Überspannungen sind einerseits Blitzeinwirkungen und zum anderen betriebliche elektrische Schalthandlungen. Das aktualisierte Merkblatt DWA-M 261 "Überspannungsschutz auf Anlagen zur Abwasserbehandlung" zielt im Wesentlichen auf das innere Blitzschutzsystem und die Vermeidung von Überspannungen durch übermäßige Beanspruchung elektrischer Betriebsmittel ab.

Sauerstoffmesseinrichtungen - DWA-M 256, Teile 1 und 2 neu erschienen

Für einen optimierten Betrieb von Kläranlagen, der sich an Emissionsgrenzwerten und Qualitätsvorgaben orientiert sind verlässliche Messwerte eine wichtige Voraussetzung. Die DWA-Merkblattreihe "Prozessmesstechnik auf Kläranlagen" gibt Planern und Betreibern in ihren insgesamt 8 Teilen eine Hilfestellung bei der Auswahl von Messeinrichtungen. Die Teile 1 "Allgemeine Anforderungen" und 2 "Sauerstoffmesseinrichtungen" liegen nun in überarbeiteter Fassung vor. Geeignete Sauerstoffmessgräte und die richtige Auswahl der Einsatzorte sind wesentlich für einen energieeffizienten, kostengünstigen Anlagenbetrieb.

Automatisierung der Stickstoffelimination - DWA-M 268, Vorhabensbeschreibung

In das neu geplante Arbeitsblatt DWA-A 268 "Automatisierung der Stickstoffelimination beim Belebungsverfahren" fließen Inhalte bereits bestehender Merkblätter zur Regelung der Sauerstoffzufuhr und des Trockensubstanzgehaltes ein, die sich zeitgleich in Überarbeitung befinden. Das Ziel besteht darin, alle Aspekte zur Thematik umfänglich zusammenzuführen. Im Rahmen der Neubearbeitung sollen außerdem Ergänzungen und Aktualisierungen hinsichtlich der einzusetzenden Messtechnik vorgenommen und auf die Anwendung moderner Automatisierungskonzepte eingegangen werden.

Elimination von Phosphor - DWA-A 202, neu erschienen

Die Phosphorelimination in kommunalen Kläranlagen hat einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung der Belastung unserer Gewässer geleistet. Der größte Teil des Phosphors im kommunalen Abwasser liegt als Orthophosphat vor, welches durch chemisch-physikalische Prozesse aus dem Abwasser entfernt werden kann. Die Neufassung des DWA-Arbeitsblattes "Chemisch-physikalische Verfahren zur Elimination von Phosphor aus Abwasser gibt den aktuellen Stand der Phosphat-Fällung in kommunalen kläranlagen wieder.

Kleine Kläranlagen - DWA-A 222, neu erschienen

Kleine Kläranlagen sind keine verkleinerte Kopie großer Anlagen, sondern es sind besondere Anforderungen an Bau, Bemessung und Betrieb zu erfüllen. Da diese Aspekte im DWA-A 131 "Bemessung von einstufigen Belebungsanlagen" keine Berücksichtigung finden, werden sie im neu erschienenen Arbeitsblatt DWA-A 222 "Grundsätze für die Bemessung, Bau und Betrieb von kleinen Kläranlagen mit aerober biologischer Reinigungsstufe bis 1.000 Einwohnerwerte" aufgegriffen. Neben den Grundlagen für die Ermittlung des Bemessungszuflusses und der Einwohnerwerte beinhaltet das DWA-A 222 Informationen zur Vorbehandlung, zur biologischen Stufe und der Nachklärung.