Wasser- und Abfallwirtschaft international

Die Europäische Union und die USA planen ein Freihandelsabkommen, die sog. Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft zwischen EU und USA (TTIP). Die DWA erwartet von der Bundesregierung, dass sie sich auf europäischer Ebene dafür einsetzt, dass die Gestaltungsfreiheiten in der Wasserwirtschaft und die Qualität der Aufgabenwahrnehmung durch ein Freihandelsabkommen nicht beeinträchtigt und als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge nicht in Frage gestellt werden. Im internationalen Bereich sind die Probleme der Wasser- und Abfallwirtschaft gravierend:

  • Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist für große Teile der Weltbevölkerung, vor allem in Entwicklungsländern, nicht gesichert. 
  • Die sanitäre Grundversorgung fehlt für Milliarden von Menschen.
  • Die Behandlung des Abwassers zur Verbesserung der Gewässer ist in vielen Regionen der Welt dringend erforderlich.
  • Wasserwiederverwendung wird nicht im ausreichenden Umfang oder nicht sachgerecht praktiziert.
  • Der Umgang mit dem Grundwasser erfolgt vielfach z. B. durch Übernutzung nicht nachhaltig.
  • Der Schutz vor Hochwasser und Überflutungen muss verbessert werden.
  • Die ungeordnete Abfallentsorgung insbesondere in den Entwicklungsländern hat gravierende Auswirkungen auf Boden, Wasser und Klima.

 

Zur Verbesserung der Situation sind alle Akteure – auch und gerade im politischen Raum – gefordert, den Technologie- und Know how- Transfer zu unterstützen. Die DWA arbeitet hier insbesondere eng mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und German Water Partnership (GWP)zusammen. Forschungsaktivitäten in diesen Feldern tragen dazu bei, nachhaltige Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.