Wasserpolitik ganzheitlich und integrativ gestalten

Wasser ist Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen und eine elementare Ressource. Fast alle der von den Vereinten Nationen beschlossenen siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung („Sustainable Development Goals“, SDGs) hängen direkt oder indirekt mit dem Medium Wasser zusammen. Auch wenn Deutschland in den meisten Regionen über ein komfortables Wasserdargebot verfügt, stellen sich mit der Schonung und dem Schutz der Ressource Wasser eine Vielzahl von Herausforderungen, beispielsweise bedingt durch den Klimawandel, die demografische Entwicklung und die Anforderungen des modernen Lebens. Wasserpolitik betrifft daher auch die Bereiche Verkehr, Land- und Forstwirtschaft ebenso wie Gesundheit und Medizin, die Bau- und Städteplanung, die öffentliche Beschaffung sowie die nachhaltige Energiebewirtschaftung. Zentrale Herausforderungen für die Wasserwirtschaft erfordern deshalb Lösungen in allen Politikbereichen, auch in solchen, in denen dies zunächst nicht offensichtlich ist.

  • Die DWA fordert von der Politik eine stärkere Einbeziehung von Wasserthemen in allen Planungs- und Politikbereichen.

  • Vorrangig muss das Prinzip der Schadstoffvermeidung an der Quelle gelten und die Lastenverteilung nach dem Verursacherprinzip erfolgen.

  • Ein zentrales Anliegen der DWA ist die Erhöhung der Ressourceneffizienz. Der ressourcen- und energieoptimierte Ausbau wasserwirtschaftlicher Anlagen und deren nachhaltiger Betrieb im Interesse der Allgemeinheit sollten nicht durch Steuern oder Umlagen belastet werden.

  • Bei der Ausgestaltung des Vergaberechts auf europäischer und nationaler Ebene muss im Bereich der langlebigen wasserwirtschaftlichen Infrastruktur neben dem Preis auf eine Stärkung von Qualitätsaspekten geachtet werden. Zudem müssen die Kosten von Vergabeverfahren für die Beteiligten in angemessenem Verhältnis zu den Auftragswerten stehen.