Digitalisierung in der Wasserwirtschaft gestalten

Die Digitalisierung bietet der Wasserwirtschaft viele Chancen für Verbesserungen. Z.B. hilft die digitale Vernetzung und Informationsübermittlung bei der täglichen Abwasserbeseitigung oder bei plötzlichen Unwettern enorm. Dabei kann Zeit, Geld und Energie eingespart werden. Es geht aber nicht nur um die Verbesserung der Automatisierungs-, Prozesssteuerungs- und Prozessleittechnik. Digitalisierung betrifft mehr oder weniger alle Bereiche der Wasserwirtschaft, von den Planungswerkzeugen hin zu der Anlagentechnik bis hin zu den Ausbildungsstandards der Mitarbeiter oder die Nutzung durch Bürger. Ein strategischer Ansatz muss die Chancen und Risiken aller dieser Bereiche unter Berücksichtigung von Kosten und Nutzen gleichsam betrachten. Relevante Risiken der Digitalisierung liegen vor allem in den Bereichen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit.

  • Strategische und zukunftsgestaltende Konzepte der wasserwirtschaftlichen Betriebe zur Digitalisierung brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, zu denen u.a. der Breitbandausbau gehört. Hier ist die Politik aufgerufen, in dem sich besonders schnell entwickelnden Bereich der Digitalisierung gemeinsam mit der Wasserwirtschaft diesen Rahmen zu gestalten.
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  • Der bundesrechtliche Ansatz, Sicherheitsstandards für kritische Infrastrukturen in der digitalisierten Welt im Rahmen der technischen Selbstverwaltung gemeinsam mit der Branche zu entwickeln, ist richtig und sollte konsequent fortgesetzt werden.
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  • Die Digitalisierung fordert eine Anpassung der Ausbildungsstandards. Die Berufsbilder müssen an die neuen Herausforderungen angepasst werden, z.B. durch die Entwicklung von Konzepten zum Einsatz digitaler Medien in der Ausbildung und im laufenden Betrieb. Zudem müssen Politik und Branche gemeinsam stärkere Anreize für ausreichend qualifiziertes Personal schaffen.