DWA-geprüfte/r Fachplaner*in Grundstücksentwässerung - Regenwasser

Überflutungsvorsorge für Grundstücke

Aktuelle Herausforderungen

Der Klimawandel hat bereits heute häufiger Starkregenereignisse zur Folge. Kommunale Entwässerungssysteme stoßen dadurch mit Blick auf die Regenwasserabflüsse zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Damit rückt die normgerecht und zukunftsorientiert geplante Grundstücksentwässerung und nicht zuletzt die Überflutungsvorsorge für das Grundstück zum Schutz der Immobile und zur Vermeidung von volkswirtschaftlich relevanten Schäden, in den Fokus von Eigentümer*innen, Genehmigungsbehörden und der planenden und ausführenden Fachöffentlichkeit.

Weiterhin ergibt sich aus dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG), dass die Regenwasserbewirtschaftung, also Konzepte und Maßnahmen zum zielgerichteten Umgang mit Niederschlagswasser, einer direkten Einleitung in eine „Kanalisation“ oder auch in ein Gewässer vorzuziehen sind. Dabei sind neben diesen quantitativen Vorgaben auch verstärkt qualitative Anforderungen aufgrund der Belastung des Regenwassers nach Flächentyp und -art zu berücksichtigen.

In der Folge werden vermehrt gezielte Einleitungsbeschränkungen für Erschließungs- und Bauvorhaben ausgesprochen, so dass Regenrückhalteräume auch auf Grundstücken bereitgestellt werden müssen. Dass eine kontrollierte, schadlose Überflutung des Grundstücks gewährleistet ist, wird über das Führen des Überflutungsnachweises sichergestellt. Auf Grundlage dieser Ergebnisse ist dann nach geeigneten Lösungen zur praktischen Umsetzung zu suchen.
Die normgerechte Planung, Bemessung, sowie die Genehmigung und der Bau von Grundstücksentwässerungen nach DIN 1986-100 (2016-12) und satzungsrechtliche Vorgaben treten damit in den Vordergrund.
Der Kurs folgt dabei nicht nur dem Leitungsweg des Regenwassers, (von den Anfallstellen bis zur Einleitung), sondern bildet auch den Prozess zur Erstellung von Entwässerungsgesuchen durch die Beteiligten (Bauherr*in-Planung-Genehmigung) über die einzelnen Projektphasen hinweg nach.

Dabei stehen folgende fachlichen Aspekte im Fokus:

  • Hydraulische Bemessung des Leitungsnetzes,
  • Lage von Entspannungspunkten,
  • Oberflächengestaltung,
  • Dimensionierung von Regenrückhalträumen,
  • Führen des Überflutungsnachweises sowie die dafür erforderlichen Berechnungsgrundlagen

Der Kurs schult somit nicht nur die fachlichen (normativen) Grundlagen und vertieft diese durch praktische Übungen, sondern hebt auch noch die Relevanz der (interdisziplinären) Zusammenarbeit hervor. Weiterhin wird das für einen erfolgreichen Projektabschluss erforderliche gegenseitige Verständnis gestärkt.

Ausgehend von den zukunftsweisenden Anforderungen an eine „Wasserbewusste Zukunftsstadt“ (Blaue Stadt) werden grundstücksbezogene Lösungsmöglichkeiten aus Retention, Verdunstung, Versickerung und Ableitung aufgezeigt. Investor*innen, Planer*innen und Genehmigungsbehörden erarbeiten sich für diese komplexen Planungsaufgaben belastbare Argumentationshilfen.

Umfrage Fachplaner*in Grundstücksentwässerung - Regenwasser

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Kursaufbau

Wahlmodul(e)

Das Programm vermittelt und differenziert zugleich zwischen den Anforderungen an die Planung auf der einen Seite sowie an die Genehmigung auf der anderen Seite.
Der Kurs besteht steht aus drei Pflichtmodulen sowie einem Wahlmodul. Das Wahlmodul gibt den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, diesen Teil der Kursinhalte gemäß persönlichem Interessensgebiet und Beschäftigungsprofil zu gestalten. Die einzelnen Pflichtmodule schließen jeweils mit Prüfungsnachweisen (Übungen in Gruppenarbeit und MC-Tests) ab. Der erfolgreiche Abschluss des Kurses wird über ein Zertifikat dokumentiert.