Rekord-IFAT: Umwelttechnologien boomen

 

Die IFAT, Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, war vom 14. bis 18. Mai 2018 in München erneut Treffpunkt der Fachwelt und vermeldet wiederholt Rekordzahlen. 3.305 Aussteller aus 58 Ländern präsentierten ihre Produkte und Innovationen, was einen tollen Anstieg um satte sieben Prozent gegenüber der letzten IFAT bedeutet. Auch was die Besucher betrifft, konnte die Messe einen beeindruckenden Rekord vermelden und so nahmen in Summe 141.000 interessierte Fachbesucher aus 160 Ländern in München teil, was einen Zuwachs von vier Prozent gegenüber 2016 bedeutet. Besonders was die Anzahl der ausländischen Besucher betrifft, konnte die IFAT stark wachsen und so waren die Länder Japan, Russland, Australien, China, Slowenien u.w. besonders stark vertreten.

Auch die DWA hat als Partner der IFAT erneut ihr Know-how mit einer Vielzahl an Aktivitäten auf der Messe eingebracht. Neben technisch-wissenschaftlichen Foren sowie dem Hochschul- und Berufswettbewerb, war die DWA gleich mit zwei Ständen vertreten. In der Eingangshalle West wurden die Besucher von DWA und den Mitausstellern

unmittelbar hinter den Drehkreuzen begrüßt. Der Stand war unter anderem Treffpunkt für nationale und internationale Verbände und Delegationen von Hochschulen, Partnern und Institutionen. Informationen zur Branche und ein Bookstore luden zum Verweilen ein und im JOBCENTER konnten sich interessierte Besucher über aktuelle Stellenausschreibungen der Branche informieren. Ein weiteres Highlight waren ganz klar die Virtual Reality Spots und der Fotobulli, der den Messebesuchern bleibende Erinnerungen bescherte.

 

In der Halle B2, im Herzen der Messe, freuten sich DWA und

ebenfalls über eine sehr zufriedenstellende Anzahl interessierter Fachbesucher. Es wurden neue Kontakte geknüpft, alte Kontakte aufgefrischt, interessante Gespräche geführt und Geschäfte abgeschlossen.    

Bereits der Montagmorgen begann für die DWA mit dem Besuch der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze und ihrem bayerischen Amtskollegen Dr. Marcel Huber, Dr. Helge Wendenburg, Johannes Lohaus, Klaus Dittrich, Stefan Rummel, Otto Schaaf und Dr. Johannes F. Kirchhoff am Stand in der Eingangshalle West mit einem Highlight.  

Hoher Besuch bei der DWA

Ebenfalls zu früher Stunde trafen sich 50 DAAD Alumni, 22 Young Water Professional’s, Dr.-Ing. Bullinger (Wilo-Foundation), Herr Bienefeld (DAAD), Prof. Vairavamoorthy (IWA) und Repräsentanten DWA zum Auftakt der Messe. Professor Vairavamoorthy führte durch das Programm.

 

Weiter ging es am Montag mit dem Tag der Kommunen. Auf der Gemeinschaftsveranstaltung von DWA und den kommunalen Spitzenverbänden erwarteten Teilnehmer, unter der Moderation von Bernd Düsterdiek, Fachbeiträge rund um die Hochwasser- und Starkregenvorsorge in Städtebau und Planungspraxis. Die Veranstaltung war über alle fünf Vorträge und die anschließende Podiumsdiskussion hinweg sehr gut besucht und zog jeweils bis zu 135 interessierte Teilnehmer pro Vortrag an. Ein sehr gutes Ergebnis, mit dem alle Beteiligten sehr zufrieden sind.

Ebenfalls am Montag luden DWA, UNU-FLORES und die Technische Universität Dresden zu dem Forum

“Wasserwiederverwendung – Eine dauerhafte Quelle?” ein. Unter der Moderation von Dr. Serena Cauccin gab es spannende Vorträge zu den Themen

  • Wasserwiederverwendung in Deutschland
  • Internationale Entwicklungen durch die Vereinten Nationen im Bereich der Wasserwiederverwendung
  • DWA-Themenband „Wasserwiederverwendung“ – Stand der Bearbeitung

Die Veranstaltung war sehr gut besucht und war rundum gelungen.

Am Montagnachmittag wurde in dem Internationalen Forum, unter der Moderation von Stefan Bienefeld, über die Wasserstrategien der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Lichte internationaler Herausforderungen referiert, organisiert von DWA, KfW, GIZ und DAAD. Alle Beteiligten freuten sich über den guten Besuch der Veranstaltung.

Den Abschluss der Fachbeiträge machte am Montag das Biogas Forum. Moderator Dr. Friedrich Hetzel führte durch das Programm rund um das Thema Biogas – Veränderte Marktbedingungen und Anforderungen an Betreiber. Das Forum war eine Gemeinschaftsveranstaltung von DWA, FvB und DVGW.

 

Nach dem jährlichen Council Meeting (Mitgliederversammlung) der EWA fand der Montagabend einen gelungenen Ausklang mit der EWA-Reception am Stand in der Eingangshalle West.  Knapp 80 Mitglieder der EWA, sowie Repräsentanten von WEF und JSWA nutzten den Abend für einen regen Austausch und ein geselliges Get-together.

Am Dienstag fanden im Rahmen des Innovationsforums Wasserwirtschaft die Sessions

  • Internationale Innovationen in der Wasserwirtschaft
  • Effizienz und Nachhaltigkeit in der Wasserwirtschaft
  • Morphodynamik

statt. Die Gemeinschaftsveranstaltung von DWA, BMBF, DBU und DVGW, welche moderiert wurde von Dipl.-Biol. Sabine Thaler, war sehr gut besucht.

Auch das Hochschulforum zum Thema Forschung und Entwicklung, moderiert von Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert, fand regen Anklang.

Am Dienstagnachmittag fiel zudem der Startschuss für die 6th EWA/JSWA/WEF Joint Conference "Resilience of the Water Sector". Von Dienstag bis Freitag organisierten EWA, JSWA und WEF Vorträge zu den Themen

  • Social, Economic and Human Challenges for a Resilient Water & Wastewater Sector (Moderation: Fabio Tatano, Karen Kubick)
  • Infrastructure Management – Optimization, Rehabilitation and Retrofit for Resilience (Moderation: Wendy Francken, Yuka Okabe)
  • Water and Wastewater Resilience to Geo-Environmental Hazards (Moderation: Jörg Londong, Dale Jacobson)
  • Urban Flooding and Climate Change - Smart Strategies and Responses (Moderation: Iain Blackwell, Yosuke Matsumiya)
  • National and City Approaches for Water and Wastewater Resilience (Moderation: Florin Arimia, Boryana Dimitrova)
  • Resilience Planning – Strategic, Emergency Preparedness and Emergency Response (Moderation: Johannes Lohaus, Eileen O‘Neill)

Alle Vortragsblöcke in den jeweiligen Sessions fanden Interesse bei dem internationalen Publikum und führten zu interessanten Diskussionsbeiträgen.

Die Präsentationen zu den jeweiligen Vorträgen finden Sie zeitnah auf der Webseite der European Water Association (EWA).

Ein besonderes Highlight war zudem die Ernennung von Dale Jacobson (WEF) zum EWA Ehrenmitglied. Die Urkunde wurde überreicht von Jose Matos, dem EWA-Präsidenten.

 

Der Dienstagabend fand seinen Höhepunkt auf dem Bayerischen Abend im Löwenbräu. DWA-Präsident Otto Schaaf schlug traditionell das Fass an. Im Anschluss wurde lecker gespeist, tolle Gespräche geführt und ausgelassen getanzt.

 

Am Mittwoch hieß es dann Waste – Water – Women

Auf dem Zukunftsforum für alle Frauen der Wasser- und Abfallwirtschaft stellten, unter der Moderation von Anett Baum und Barbara Sundermeyer-Kirstein, Frauen aus den verschiedensten Bereichen der Branche, ihre spannenden Berufe vor. Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten und zielorientierte Lösungsansätze wurden erörtert und diskutiert. Ziel der Veranstaltung war es, prominent für die Berufe der Branche zu werben, Möglichkeiten auszutauschen und eine Plattform für einen regen Austausch zu schaffen. Am Ende der Vortragsreihe ging es gemeinsam zu einem kleinen Get-togther auf dem DWA-Stand in der Halle B2.

Auch die IFAT hat das Thema Frauen in der Wasserwirtschaft aufgegriffen und einen kleinen Kurzfilm hierzu erstellt.

 

Am Donnerstag organisierte die DWA das Forum Personalentwicklung in der Wasserwirtschaft, unter der Leitung von Dipl.-Ing. Hélène Opitz. Die Teilnehmer erwarteten spannende Vorträge zu den Themen

  • DWA-Themenband „Gutes Personalmanagement in der Wasserwirtschaft“
  • Lernen im Wettbewerb – Erfahrungsbericht von der WorldSkills Abu Dhabi 2017 im neuen Wettbewerb „Water Technology“ aus Sicht des Experten und eines Teilnehmers
  • Personalentwicklung am Beispiel der Stadtentwässerung München
  • Studieren in Deutschland und Transferleistungen in die Heimat am Beispiel des Instituts für Tropentechnologie Köln (ITT)

 

Ebenfalls am Donnerstag fanden die Foren „Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken - Strategien zur Anpassung an den Klimawandel“ (Moderation: Dr.-Ing. Hans-Ulrich Sieber) und „Umweltberufe mit Zukunft“ (Moderation: Dipl.-Ing. Robert Schmidt) statt.

 

Am Abend wurde dann auf der DWA-Standparty ausgelassen gefeiert, gegessen und kräftig auf das 70-jährige Bestehen der DWA angestoßen. Je später die Stunde, desto mehr wurde getanzt, bis irgendwann selbst die größten Tanzmuffel keine Chance hatten und das Tanzbein geschwungen haben. Es war ein rundum gelungener Abend und ein toller Ausklang für den letzten Abend auf der Messe.

 

Am Freitag wurden dann ein letztes Mal alle Kräfte mobilisiert für das WASH Forum: Nachhaltige Wasser- und Sanitärversorgung für alle – Welche Partnerschaften, innovativen Lösungen und Kapazitäten brauchen wir, um die SDGs zu erreichen? Auf der Gemeinschaftsveranstaltung von DWA und WASH und unter der Moderation von Sascha Gabizon warteten die Vorträge

  • Risikomanagement kleiner Wasserver- und Abwasserentsorger (Water and Sanitation Safety Planning) in Osteuropa – Ein von der Gemeinde getragener Ansatz zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele 4, 5 und 6
  • Nachhaltige Service Initiative – Ein neuer Ansatz für das WASH Programm Design
  • Reaching the Unserved“: Stärkung der Kapazitäten lokaler Energieversorger – Förderung langfristiger Betreiberpartnerschaften und die wichtige Rolle der DWA bei der Festlegung von Regeln, der Bildung und der Information

Das Forum war sehr gut besucht, mit bis zu 70 Personen pro Vortrag und stimmte alle zufrieden.

 

Von Montag bis Donnerstag wurde zudem zweimal täglich der Kurzvortrag „Einführung in die Deutsche Wasserwirtschaft“ angeboten. Innerhalb von 90 Minuten wurde Nachwuchskräften, Quereinsteigern der Branche und ausländischen Gästen, welche einen Überblick über die Deutsche Wasserwirtschaft erhalten wollten, ein Überblick über Wasserressourcen und die Umsetzungen von technischen Standards im Trink- und Abwassersektor verschafft. Von der Finanzierung und Organisation, bis hin zu Fachkräften und der Gesetzgebung wurde die Struktur der deutschen Wasserwirtschaft vermittelt. Die Vorträge wurden gut angenommen.

Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, sollte das DWA-Seminar „The German Water Sector“ belegen. Das dreitägige Seminar findet zweimal jährlich statt und vermittelt den Teilnehmern einen detaillierten Überblick über die Deutsche Wasserwirtschaft in all ihrer Komplexität. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, den Referenten im Vorfeld zum Seminar eine Beschreibung ihres aktuellen beruflichen Projektes zukommen zu lassen, so dass gezielt auf dieses eingegangen werden kann. Eine Exkursion rundet die Veranstaltung ab.  

 

Neben den technisch-wissenschaftlichen Foren ist der DWA die Nachwuchsförderung ein besonderes Anliegen. Aus diesem Grund fand auf der IFAT der Berufswettbewerb der Profis unter dem neuen Namen WOLRD WATER SKILLS statt. Die Azubis durften ihre Kenntnisse und Fähigkeiten bei den WATER SKILLS GERMANY unter Beweis stellen. Insgesamt gingen 28 Teams an den Start, darunter auch internationale Teams aus den USA, Jordanien und Ägypten. Näheres erfahren Sie hier.

 

Auch die World University Challenge (WUC) fand im Rahmen der IFAT statt. Der Wettbewerb für junge Akademikerinnen und Akademiker möchte den wasserwirtschaftlichen Ingenieurnachwuchs fördern und zugleich Unternehmen auf qualifizierte und motivierte Newcomer aufmerksam machen. 15 Teams, darunter auch internationale Teams, traten in den Disziplinen

  • Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM) I
  • Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM) II  
  • Messen-Steuern-Regeln
  • Virtual Reality

gegeneinander an. Die besten Studierenden der Wasserwirtschaft kamen von der TU Wien. Teams der Dokuz Eylul University Izmir (Türkei) und der Universität Kassel konnten Silber und Bronze erkämpfen.

Näheres erfahren Sie hier.

See you in 2020!

Die DWA war sehr zufrieden mit dieser rundum gelungenen Messe voller neuer Rekorde, spannenden Besuchern, tollen Gesprächen und Fachvorträgen und freut sich bereits jetzt auf die IFAT 2020, welche vom 04.-08. Mai 2020 stattfindet.