Nachrichten aus der Wasserforschung Archiv

Wassersensible Zukunftsstadt auch in der Breite möglich - optimierte Rahmenbedingungen notwendig

Verbändeübergreifende Zusammenarbeit bei der Regelwerkserstellung, Klärung offener Haftungsfragen, Sicherung der Finanzierung von Planung, Bau und Betrieb, modifizierte Planungsprozesse, Werben für Nutzen und Machbarkeit durch die Visualisierung erfolgreicher Projekte sowie eine gezielte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit – dies sind einige der wesentlichen Stellschrauben, mit denen der Aufbau einer wassersensiblen Infrastruktur – auch zur Anpassung an den Klimawandel – in den Kommunen forciert werden kann.

Mitte Januar hatten sich auf Einladung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) in Osnabrück knapp 40 Experten aus Wasserwirtschaft, Wissenschaft und Stadtplanung getroffen, um zu diskutieren, wie eine wassersensible Stadtentwicklung forciert werden kann.

mehr Infos finden Sie in derKA, Korrespondenz Abwasser, Abfall 2018(65) Nr. 2 und KA, Korrespondenz Abwasser, Abfall 2018(66) 3

BMBF-Forschungsprojekt "REPLAWA" zu Mikroplastik im Abwasser gestartet

Die Emscher Wassertechnik GmbH forscht gemeinsam mit mehreren Projektpartnern im Zuge der BMBF-Fördermaßnahme "Plastik in der Umwelt - Quellen, Senken, Lösungsansätze" an Fragestellungen zu Mikroplastik bei der Abwasserableitung und -behandlung.

Im Verbundprojekt "REPLAWA - Reduktion des Eintrags von Plastik über das Abwasser in die aquatische Umwelt" werden u. a. Eintragspfade in Gewässer aus Kläranlagen, Niederschlagswassereinläufen und Mischwasserentlastungen quantitativ beurteilt.

Das dreijährige Vorhaben startete im Januar 2018 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Forschungsschwerpunkt "Plastik in der Umwelt - Quellen, Senken, Lösungsansätze" im Rahmenprogramm "Forschung für nachhaltige Entwicklung" (FONA3) gefördert.

Die Emscher Wassertechnik GmbH hat die fachliche und organisatorische Koordination des Verbundprojektes inne und wirkt maßgeblich bei den ingenieurtechnischen Untersuchungen mit.

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Hamburg Wasser und Remondis gründen Gesellschaft zur Phosphorrückgewinnung

Hamburg Wasser und Remondis Aqua haben am 26. März 2018 die Hamburger Phosphorrecyclinggesellschaft mbH gegründet. Die neue Gesellschaft setzt den Bau der nach eigenen Angaben weltweit ersten großtechnischen Anlage zur Rückgewinnung von Phosphor auf dem Klärwerk Hamburg um. 2020 soll die Anlage in Betrieb gehen und aus rund 20 000 Tonnen Klärschlammasche 6500 Tonnen hochreine Phosphorsäure gewinnen.

Der Gründung der Hamburger Phosphorrecyclinggesellschaft mbH ging eine zweijährige Pilotphase voraus, die Hamburg Wasser und Remondis im Jahr 2015 initiiert haben. Der Probebetrieb bestätigte die technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Verfahrens. Damit ist das Remondis TetraPhos®-Verfahren nach Ansicht der Projektpartner das derzeit einzig bekannte am Markt, das Phosphor wirtschaftlich zurückgewinnt. Das Projekt in Hamburg wird seit Herbst 2017 durch das Bundesumweltministerium gefördert.

Bundesbericht Forschung und Innovation 2018 Hauptband, Datenband und Länderband

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung berichtet regelmäßig über den Stand des Forschungs- und Innovationssystems in Deutschland. Die 1963 begonnene Berichterstattung beruht auf verschiedenen Beschlüssen des Deutschen Bundestages. Der Bundesbericht Forschung und Innovation (BuFI) ist das Standardwerk zur Forschungs- und Innovationspolitik Deutschlands. Er stellt übersichtlich und hochaktuell die verschiedenen Elemente des deutschen Forschungs- und Innovationssystems mit ihren Daten und Fakten vor.

Der BuFI wird dem Deutschen Bundestag alle zwei Jahre vorgelegt. Er nimmt Bezug auf die Ergebnisse der unabhängigen Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), die die Bundesregierung zu Fragen der Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik wissenschaftlich berät.

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Arktisforscher messen Rekordkonzentration von Mikroplastik im Eis

Das Ergebnis ihrer neuesten Studie hat selbst erfahrene Arktisforscher überrascht: Ein Liter Meereis kann mehr als 12.000 Teilchen Mikroplastik enthalten. „Wir müssen den Plastik-Hahn zudrehen“, mahnt Erstautorin Ilka Peeken im Interview mit bmbf.de.

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Mikroplastik überall in Fließgewässern und Seen in Süd- und Westdeutschland

In praktisch allen Flüssen West- und Süddeutschlands kann Mikroplastik nachgewiesen werden. Das stellen die Landesanstalten und Landesämter für Umwelt der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in ihrem gemeinsamen Bericht „Mikroplastik in Binnengewässern Süd- und Westdeutschlands“ fest. Die fünf Bundesländer haben im Rahmen eines Pilotprojekts oberflächennahe Wasserproben an 25 Flüssen im Einzugsgebiet von Rhein und Donau auf Mikroplastik analysieren lassen und in jedem einzelnen Gewässer unterschiedliche Konzentrationen von Mikroplastik nachgewiesen. Insgesamt 52 Proben wurden vom Projektpartner, dem Lehrstuhl für Tierökologie an der Universität Bayreuth, mit Hilfe der FTIR-Spektroskopie untersucht.

Der Forschungsbericht steht zum Download im Internet bereit

Wissenschaftsjahr 2018

im Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft lädt das Bundesministerium für Bildung und Forschung dazu ein, über die Arbeitswelten von morgen zu diskutieren. Durch die Digitalisierung, alternative Arbeitsmodelle und die Entwicklung künstlicher Intelligenz stehen Forschung und Zivilgesellschaft vor neuen Chancen und Herausforderungen. Soziale und technische Innovationen verändern den Arbeitsalltag. Neue Arbeitswelten entstehen. Bei der Gestaltung dieser neuen Arbeitswelten leisten Wissenschaft und Forschung einen wesentlichen Beitrag. Diesen so konkret und anschaulich wie möglich darzustellen – darum geht es im Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft.

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Bundesumweltministerium gründet Gesellschaft für Projektförderung

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat eine bundeseigene Dienstleistungs-GmbH zur Förderung von Umwelt-, Natur- und Klimaschutz gegründet. Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH unterstützt das Ministerium dabei, seine förderpolitischen Zielsetzungen zu verwirklichen. Die ZUG wird zunächst vor allem Förderprogramme im Auftrag des BMUB administrativ und inhaltlich begleiten und so eine Vielzahl politischer Schwerpunktthemen im Bereich des Umwelt-, Natur- und Klimaschutzes in Maßnahmen umsetzen helfen.

Der Deutsche Bundestag hat in den vergangenen Jahren die Fördermittel für Umweltschutz deutlich erhöht. Die Gründung der ZUG folgt aus dieser Entwicklung des BMUB zu einem Förderministerium. Das BMUB kann sich damit auf die politisch-strategische Steuerung als ministerielle Kernaufgabe konzentrieren. Nicht-ministerielle Aufgaben aus dem Bereich der Projektförderung werden mit der ZUG flexibler organisiert und gebündelt.

Alleiniger Gesellschafter der ZUG ist die Bundesrepublik Deutschland. Die Beteiligungsführung liegt beim BMUB. Formal gegründet wurde die ZUG gGmbH am 8. September 2017 mit Sitz in Bonn, derzeit wird sie an den Standorten Bonn und Berlin aufgebaut. Die Gründungsgeschäftsführer Stefan Süsterhenn und Laurent Lüttge haben zum 1. Januar 2018 die Leitung der ZUG an Corinna Enders und Michael Kracht übergeben.

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BMBF-Projekt BioBZ gewinnt den 6. Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung

Wissenschaftler des CUTEC Umwelttechnik Forschungszentrums in Clausthal-Zellerfeld wurden für ihren Beitrag, aus Abwasseranlagen Strom und Rohstoffe zu gewinnen (Bio-elektrochemische Brennstoffzelle, BioBZ), mit dem 6. Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung gewürdigt. Die Auszeichnung stiftet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Staatssekretär Dr. Georg Schütte verlieh den Preis am Freitag anlässlich des 10. Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf.

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Building Information Modeling – Konsequenzen, Aufwand und Nutzen für die Wasserwirtschaft

Unter dem Titel „Building Information Modeling – Konsequenzen, Aufwand und Nutzen für die Wasserwirtschaft“ fand am 12. Oktober 2017 bei der DWA in Hennef ein Workshop mit 27 Teilnehmern, mehrheitlich Ingenieurbüros und Betreiber von Abwasseranlagen, statt. Das Ziel der Veranstaltung bestand darin, gemeinsam zu klären, welche Bedeutung Building Information Modeling (BIM) für die Wasserwirtschaft hat und in Zukunft noch bekommen wird. Eine zentrale Frage lautete: „Muss sich die Wasserwirtschaft auf BIM vorbereiten und was kann die DWA dazu beitragen?“

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