Leitfaden Stauanlagen

Erarbeitung Merkblatt DWA-M 516

© Rosel Eckstein / PIXELIO

Hennef. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) möchte das Merkblatt DVWK-M 231/1995 überarbeiten und in ein neues Merkblatt DWA-M 516 „Leitfaden für Stauanlagen zur Durchführung der Vertieften Überprüfung und die Erstellung des Sicherheitsberichts“ überführen.

Anlass

Das bestehende Merkblatt DVWK-M 231/1995 „Sicherheitsbericht Talsperren – Leitfaden“ stammt als Erstauflage aus dem Jahr 1995. Somit liegt es nahe, das Merkblatt orientiert an den Erfahrungen und neuen Erkenntnissen der letzten Jahre anzupassen und Querverweise zu relevanten Normen und Regelwerken zu aktualisieren.

Ein weiterer Aspekt wird in der Anpassung des Merkblatts hinsichtlich der Anwendung auf weitere Stauanlagentypen wie Hochwasserrückhaltebecken (DIN 19700, Teil 12), Staustufen (DIN 19700, Teil 13), Pumpspeicherbecken (DIN 19700, Teil 14) und Sedimentationsbecken (DIN 19700, Teil 15), soweit sinnvoll, gesehen.

Zusätzlich sollen Überprüfungstiefe und Überprüfungsumfang je nach Größe, Bedeutung und Gefahrenpotenzial bzw. Anlagenklasse abgestuft werden.

Aufgaben und Ziel

Die Arbeitsgruppe WW-4.8 „Betrieb und Organisationsstrukturen großer Talsperren“ möchte mit der Überarbeitung des Merkblatts DVWK-M 231/1995 „Sicherheitsbericht Talsperren – Leitfaden“ zum Merkblatt DWA-M 516 „Leitfaden für Stauanlagen zur Durchführung der Vertieften Überprüfung und die Erstellung des Sicherheitsberichts“ allen Verantwortlichen in Ländern, Kommunen und Verbänden, vornehmlich sicherheitsberichterstellenden Ingenieur*innen von Stauanlagenbetreibern und Vertreter*innen der Aufsichtsbehörden sachgerechte Lösungsansätze aufzeigen. Hierbei geht es insbesondere um eine

  • Aktualisierung und Anpassung
  • Konkretisierung der Inhalte zur Durchführung der Vertieften Überprüfung
  • Prüfung und gegebenenfalls Weiterentwicklung der Anwendbarkeit auf alle Stauanlagen (Hochwasserrückhaltebecken, Staustufen, Pumpspeicherbecken und Sedimentationsbecken)
  • Berücksichtigung der Kategorisierung hinsichtlich der Größe/Bedeutung von Stauanlagen

Angesichts des Schadensfalls am Sedimentationsbecken Brumadinho sind sich die Mitglieder des DWA-Fachausschusses Wasserbau|Wasserkraft WW-4 „ Talsperren und Flusssperren“ darin einig, dass die Unabhängigkeit und Weisungsfreiheit von Prüfern bei der Vertieften Überprüfung ein sehr wichtiger Punkt ist, der auch im zu erstellenden Merkblatt seinen Niederschlag finden soll.

Darüber hinaus trägt das geplante Merkblatt zur weiteren Vervollständigung des Themenbereichs Stauanlagen bei.

Die Arbeitsgruppe WW-4.8 „Betrieb und Organisationsstrukturen großer Talsperren“ möchte mit der Publikation Eigentümer und Betreiber der Anlagen, Wasserwirtschaftsverbände, Hochwasserschutz-Zweckverbände sowie beratende Ingenieurbüros oder Aufsichtsbehörden der Kommunen und Länder, insbesondere sicherheitsberichterstellende Ingenieur*innen von Stauanlagenbetreibern und Vertreter*innen der Aufsichtsbehörden ansprechen.

Die Arbeitsgruppe WW-4.8 ist eine Arbeitsgruppe des DWA-Fachausschusses WW-4 „Talsperren und Flusssperren“, einem gemeinsamen Fachausschuss mit der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik (DGGT) sowie dem Deutschen TalsperrenKomitee (DTK).

Hinweise und Anregungen zu diesem Vorhaben nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle gerne entgegen.

Interessent*innen melden sich bitte mit einer themenbezogenen Beschreibung ihres beruflichen Werdegangs bei: DWA-Bundesgeschäftsstelle, Dipl.-Geogr. Georg Schrenk Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef, Telefon: 02242/872-210, Fax: 02242/872-184, E-Mail: schrenk@dwa.de, Internet: www.dwa.de

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