Wasserbauer*in

Foto: Markus Persch, wsv

Den Beruf des/r Wasserbauer*in lernst Du am besten während einer Betriebsführung oder in einem kurzen Praktikum kennen.

Foto: Klaus Engel, wsv

Du magst die Natur, bist gerne am Wasser und weder Sonne, Wind noch Regen können Dir etwas anhaben? Du arbeitest gern mit anderen zusammen und schreckst auch vor körperlichen Tätigkeiten nicht zurück?

Dann solltest Du über eine Ausbildung zum Wasserbauer bzw. Wasserbauerin nachdenken.

Voraussetzungen für eine Ausbildung sind

  • ein qualifizierter Haupt- oder Realschulabschluss, Abitur
  • befriedigende Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern und Mathe, aber auch in Deutsch und Sport
  • Interesse an Natur, Technik, Umwelt und Ökologie
  • handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • Spaß an der Arbeit im Team
  • körperliche Fitness, keine Höhenangst und Schwimm-Nachweis

 

Die praktische Ausbildung findet bei Deinem Arbeitgeber statt. Deine Arbeitgeber sind Kommunen, Wasserverbände sowie Wasserstraßen- und Scifffahrtsämter, aber auch Betriebe des gewerblichen Wasserbaus. Die Ausbildung dauert normalerweise drei Jahre.

 

Aufstiegschancen inklusive

Nach der Ausbildung kannst Du durch Fortbildung Wasserbaumeister*in, Techniker*in oder Schichtleiter*in im Schleusenbetriebsdienst werden. Ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen, Umweltschutz oder Siedlungswasserbau kann sich bei entsprechender schulischer Qualifikation anschließen. Im öffentlichen Dienst ist eine Beamtenlaufbahn möglich.

Deine berufliche Zukunft in der Wasserbranche ist gesichert, denn Dein Können und Wissen ist bei öffentlichen Arbeitgebern ebenso gefragt wie bei Ingenieurbüros!

Foto: Klaus Engel, wsv

Was macht ein/e Wasserbauer*in?

Wasserbauer*innen halten Schifffahrtsstraßen und nicht schiffbare Gewässer und deren Uferböschungen instand. Sie sorgen aber auch dafür, dass Flüsse, Bäche und Seen wieder zu natürlichen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen werden.

Wasserbauer*innen kennzeichnen Fahrrinnen und stellen Schilder für die Schifffahrt auf. Im Binnen- wie im Küstenbereich inspizieren und unterhalten sie Schleusen, Wehre und andere wasserbauliche Anlagen. Sie messen Wasserstände und halten Flüsse und Kanäle von Treibgut frei. Um vor Hochwasser zu schützen, errichten und reparieren sie Deiche. Manchmal arbeiten sie in großen Höhen, um Talsperren, Wasserspeicher und Hochwasserrückhaltebecken zu überwachen.

Wasserbauer*innen brauchen handwerkliches Geschick und technisch-mathematisches Verständnis. Sie müssen Baustellen ver- und Strömungsgeschwindigkeiten bemessen. Sie berechnen den Materialbedarf für eine Reparatur oder ein Gefälle. Sie zeichnen Baupläne.

Kurz gesagt: Wasserbauer*innen kümmern sich um die Unterhaltung, Wartung, Inspektion und Instandsetzung von Gewässern, Wasserbauwerken und wassertechnischen Steuerungs- und Überwachungsanlagen mit Hilfe modernster Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.

Als Wasserbauer*in arbeitest Du im Team.

Du unterstützt Ingenieure und andere Spezialisten wie Vermesser*innen, Chemiker*innen, Biolog*innen, Taucher*innen oder Nautiker*innen in ihrer Arbeit. Deine Aufgaben erledigst Du zumeist im Freien, manchmal auch auf schwimmenden Fahrzeugen, gelegentlich in Werkstätten und im Büro.

Foto: Markus Persch, wsv

"Ich halte mich gerne an Flüssen und Seen und überhaupt in der Natur auf."

"Ich interessiere mich für die Schifffahrt und arbeite gerne handwerklich." (Auszubildende)

"Ich hatte schon immer ein Faible für Technik. Außerdem liegt mir der Gewässerschutz am Herzen."

"Ich bin Angler und mag das Wasser!"

Vier Statements - Vier Auszubildende:

William, Lea, Daniel und Simon sind Azubis der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt.