Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

Künftig bundeseinheitlicher anlagenbezogener Gewässerschutz

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Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)

 

Die Abstimmungen zur AwSV dauern an. Mittlerweile ist ein Verordnungsantrag für eine modifizierte AwSV in den Bundesrat eingebracht worden (Bundesratsdrucksache 144/16). Eine Beschlussfassung soll gemeinsam mit Düngegesetz und Düngeverordnung erfolgen. Die „Bundes-AwSV“ wird künftig die 16 Anlagenverordnungen (VAwS) der Bundesländer ersetzen und ein bundesweit einheitliches Schutzniveau für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen festlegen.

 

Damit sind auch die Technischen Regeln wassergefährdender Stoffe (TRwS) der DWA, die das gesetzliche Anforderungsniveau konkretisieren, entsprechend anzupassen. Um die maßgeblich betroffenen TRwS möglichst zeitnah zur AwSV in aktualisierter Fassung vorzulegen, ist die Überarbeitung verschiedener TRwS bereits aufgenommen worden.

 

Eine Übersicht der aktuellen TRwS finden Sie hier.

Neu erschienen: Arbeitsblatt DWA-A 791-2 (TRwS 791-2) "Heizölverbraucheranlagen, Teil 2: Anforderungen an bestehende Heizölverbraucheranlagen“

Für bestehende Heizölverbraucheranlagen, die nicht den Anforderungen an Neuanlagen gemäß DWA-A 791-1 (TRwS 791-1) entsprechen, fehlen bislang einheitliche wasserrechtlich relevante technische und betriebliche Festlegungen für den sicheren Weiterbetrieb. Ziel der TRwS 791-2 „Anforderungen an bestehende Heizölverbraucheranlagen“ ist es, für diese bestehenden Heizölverbraucheranlagen einheitliche Voraussetzungen für einen sicheren Weiterbetrieb festzulegen.

Arbeitsbericht „Qualifizierte Planung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen – Zukünftige Regelungen in der TRwS 779“

Ein neues Thema der sich in Überarbeitung befindlichen TRwS 779 „Allgemeine Technische Regelungen“ wird die Konkretisierung von Festlegungen für den qualifizierten Planer von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sein. TRwS 779 wird damit die Erweiterung der Grundsatzanforderungen der künftigen bundeseinheitlichen Verordnung für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen auf die Planung aufgreifen. Mit dem Arbeitsbericht werden die Gedanken der Arbeitsgruppe vorgestellt, da eine Veröffentlichung des Gelbdruckes der TRwS 779 noch einige Zeit dauern wird.

Neues Vorhaben - Überarbeitung der TRwS 788 "Flachbodentanks aus metallischen Werkstoffen zur Lagerung wassergefährdender Flüssigkeiten“

Der DWA-Fachausschuss IG-6 „Wassergefährdende Stoffe“ wird TRwS 788 aufgrund aktueller Erkenntnisse überarbeiten.Die TRwS 788 beinhaltet Konkretisierungen für die Tankböden und Fundamente zur Gewährleistung der schnellen und zuverlässigen Erkennbarkeit von Korrosion und Leckagen sowohl für neu zu installierende Flachbodentanks als auch für bestehende Flachbodentanks, die nicht den Vorgaben der bisherigen Länderverordnungen für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen entsprechen. Für Letztere werden Bedingungen für den sicheren Weiterbetrieb festgelegt. Sie richtet sich insbesondere an die Wasserbehörden, Anlagenbetreiber, Fachbetriebe, Ingenieurbüros und Sachverständigenorganisationen, die im Bereich des anlagenbezogenen Gewässerschutzes nach § 62 WHG tätig sind.

Wahrscheinlichkeit der Gefährdung von Gewässern bei Verwendung von E10 an bestehenden Tankstellen - Arbeitsbericht

Gemäß der europäischen Richtlinie zur Kraftstoffqualität wurde Ende 2010 Benzin mit einem Ethanolanteil bis zu 10 % (E10) eingeführt. Die Festlegungen der TRwS 781 „Tankstellen für Kraftfahrzeuge“ beziehen sich derzeit mit Ausnahme von Regelungen zu Flächenabdichtungen aber nur auf Beimischungen für Kraftstoffe mit geringeren Ethanolgehalten. Um ab Ende 2010 eine technische Regelungslücke für den Bereich E10 zu vermeiden, hat die Arbeitsgruppe IG-6.5 „Tankstellen für Kraftfahrzeuge“ technische Lösungen im Zusammenhang mit der Rückhaltung von E10 an Tankstellen diskutiert. Die Ergebnisse sind in einem Arbeitsbericht in der KA und KW (Ausgabe März 2011) veröffentlicht worden.

Neues Vorhaben - Überarbeitung TRwS 786

Neben einer Anpassung an die künftige Rechtslage, liegen neue technische Entwicklungen vor, die eine Überarbeitung der TRwS 786 "Ausführung von Dichtflächen" erforderlich machen. Beispielsweise hat eine Anpassung der Festlegungen zu den verschiedenen Bauweisen an aktuelle technische Entwicklungen und praktische Erfahrungen zu erfolgen. Die Festlegungen zu Leitungen sind mit den Regelungen der TRwS 781 „Tankstellen für Kraftfahrzeuge“ und TRwS 787 „Abwasseranlagen als Auffangvorrichtungen“ sowie mit allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen abzustimmen.