Hauptausschuss Industrieabwässer und anlagenbezogener Gewässerschutz

(HA IG)

Basisinformationen

Zentrale Themen des Hauptausschusses "Industrieabwässer und anlagenbezogener Gewässerschutz" bilden die drei Fachbereiche "Industrieabwässer", "Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" und "Gerätschaften und Mittel zur Abwehr von Gewässergefährdungen".
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Aktuelles aus dem Hauptausschuss IG

Aufruf zur Stellungnahme: Merkblattentwurf (Gelbdruck) DWA-M 720-1 "„Ölschadenbekämpfung auf Gewässern, Teil 1: Ölsperren" liegt vor

Ölsperren sollen die Ausbreitung und Verdriftung von Mineralöl/Mineralölprodukten bei Unfällen mit diesen Stoffen auf Gewässern begrenzen und damit deren möglichst schadlose Sammlung und Aufnahme ermöglichen. Der Merkblattentwurf DWA-M 720-1 "Ölschadenbekämpfung auf Gewässern, Teil 1: Ölsperren" soll den mit der Thematik befassten Personen eine fachlich fundierte, aber trotzdem einfache Entscheidungshilfe für die Beschaffung von Ölsperren und Hinweise für deren praktischen Einsatz geben.

Aufruf zur Stellungnahme: Merkblattentwurf DWA-M 709 „Laborabwasser“ liegt vor

Das ATV-Merkblatt M 709 „Abwasser aus gentechnischen Produktionsanlagen und vergleichbaren Laboreinrichtungen“ aus dem Jahre 1996 bedurfte einer grundlegenden Überarbeitung zu fast allen inhaltlichen Aspekten. Im Zuge der Revision des Merkblattes wurde das Merkblatt um die Beschreibung verschiedener Laborarten und deren Abwasserrelevanz erweitert.

Aufruf zur Stellungnahme: TRwS 793-1 "Biogasanlagen, Teil 1: Errichtung und Betrieb von Biogasanlagen mit Gärsubstraten landwirtschaftlicher Herkunft“ liegt vor

TRwS 793-1 konkretisiert die technischen und betrieblichen Anforderungen entsprechend § 62 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) für die Errichtung und den Betrieb von neuen Biogasanlagen mit Gärsubstraten landwirtschaftlicher Herkunft. Mit der TRwS 793-1 werden erstmals bundeseinheitliche wasserrechtliche technische und betriebliche Konkretisierungen der Fachöffentlichkeit zur Stellungnahme vorgelegt.

Neu erschienen: Arbeitsblatt DWA-A 791-2 (TRwS 791-2) "Heizölverbraucheranlagen, Teil 2: Anforderungen an bestehende Heizölverbraucheranlagen“

Für bestehende Heizölverbraucheranlagen, die nicht den Anforderungen an Neuanlagen gemäß DWA-A 791-1 (TRwS 791-1) entsprechen, fehlen bislang einheitliche wasserrechtlich relevante technische und betriebliche Festlegungen für den sicheren Weiterbetrieb. Ziel der TRwS 791-2 „Anforderungen an bestehende Heizölverbraucheranlagen“ ist es, für diese bestehenden Heizölverbraucheranlagen einheitliche Voraussetzungen für einen sicheren Weiterbetrieb festzulegen.

Überarbeitung Arbeitsblatt DWA-A 716-9 „Öl- und Chemikalienbindemittel – Anforderungen/Prüfkriterien – Teil 9: Anforderungen an „R“-Ölbindemittel zur Anwendung auf Verkehrsflächen (road/Straße)“

Das Arbeitsblatt DWA-A 716-9 regelt die spezifischen Anforderungen an Ölbindemittel, die auf Verkehrsflächen nach Unfällen mit Mineralölen und -produkten zum Einsatz kommen sollen. Aufgrund der langen Laufzeit des Beteiligungsverfahrens nach Veröffentlichung des Gelbdrucks hat sich bereits jetzt erhöhter Aktualisierungsbedarf für das Arbeitsblatt DWA-A 716-9 ergeben.

Aufruf zur Stellungnahme Arbeitsblatt DWA-A 716-10 „Öl- und Chemikalienbinde-mittel - Anforderungen / Prüfkriterien-, Teil 10: Anforderungen an „W“-Ölbindemittel zur Anwendung auf Gewässern (water/Wasser)“

Der Arbeitsblattentwurf DWA-A 716-10 regelt die spezifischen Anforderungen an Ölbindemittel, die auf Gewässern nach Unfällen mit Mineralölen und -produkten zum Einsatz kommen sollen. Er stellt eine Weiterentwicklung der LTwS- Schrift Nr. 27 dar und regelt die Prüfkriterien unter Laborbedingungen zur Gewinnung vergleichbarer und reprodu-zierbarer Prüfergebnisse.

Aufruf zur Mitarbeit im DWA-Fachausschuss „Branchenspezifische Industrieabwässer und Abfälle“

Im letzten Jahr erfolgte der Zusammenschluss der drei DWA-Fachausschüsse IG-1 „Industrieabwasser mit anorganischen Inhaltsstoffen“, IG-2 „Industrieabwasser mit organischen Inhaltsstoffen“ und KEK-4 „Produktionsspezifische Industrieabfälle“ zu dem neuen DWA-Fachausschuss IG-2 „Branchenspezifische Industrieabwässer und Abfälle“ unter der Leitung von Frau Prof. Austermann-Haun. Mit der Zusammenführung sollen im Bereich Industrieemissionen die Aktivitäten gebündelt werden, da in vielen der betroffenen Merkblätter der integrierte Ansatz verfolgt wird.

Aufruf zur Stellungnahme: Merkblattentwurf (Gelbdruck) DWA-M 767 „Abwasser aus Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetrieben“ liegt vor

Der Merkblattentwurf DWA-M 767 „Abwässer aus Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetrieben“ beschreibt detailliert die Prozesse in Schlachtbetrieben für Rinder, Schweine und Geflügel einschließlich der prozessbedingten Vor- und Nachbereitung und die dabei entstehenden Emissionsquellen ins Abwasser, Boden und Luft sowie deren Minderungsmöglichkeiten nach dem Stand der Technik.

Neues Vorhaben - Überarbeitung ATV-DVWK M 776 „Abwasser aus der Stärke-Industrie, Gewinnung nativer Stärke, Herstellung von Stärkeprodukten durch Hydrolyse und Modifikation“

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) wird das Merkblatt „Abwasser aus der Stärke-Industrie, Gewinnung nativer Stärke, Herstellung von Stärkeprodukten durch Hydrolyse und Modifikation“ (ATV-DVKW M 776) von April 2002 überarbeiten. Ziel ist eine Anpassung an rechtliche und technische Entwicklungen sowie praktische Erfahrungen.

Neu erschienen: DWA-M 751 „Abwasser aus der Gemüseverarbeitung und der Sauerkrautbereitung“

Das Merkblatt DWA-M 751 beschreibt Verfahren zur Behandlung von Abwasser, das bei der Gemüseverarbeitung und der Sauerkrautbereitung anfällt. Zudem werden innerbetrieblichen Maßnahmen aufgezeigt und energetische Fragen berücksichtigt. Ebenso sind Verwertungsmöglichkeiten von Reststoffen in dem Merkblatt aufgeführt. Darüber hinaus werden Hinweise auf die Belastung anderer Umweltmedien gegeben.

Neu erschienen: DWA-M 733 „Abwasser aus der Herstellung Technischer Textilien“

Ziel des Merkblattes DWA-M 733 „Abwasser aus der Herstellung Technischer Textilien“ ist es, Verfahren nach dem Stand der Technik bzw. den besten verfügbaren Techniken zur Behandlung von Abwasser, das bei der Herstellung von Technischen Textilien anfällt, zu beschreiben. Zudem werden auch innerbetriebliche Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung anderer Umweltmedien angesprochen.

Neues Vorhaben - Überarbeitung ATV-M 709 „Abwasser aus gentechnischen Produktionsanlagen und vergleichbaren Laboreinrichtungen“

Die DWA wird das Merkblatt „Abwasser aus gentechnischen Produktionsanlagen und vergleichbaren Laboreinrichtungen“ (ATV-M 709) von September 1996 überarbeiten. Ziel des neuen Merkblatts ist die Aktualisierung der derzeitigen Fassung und die Erweiterung um abwasserspezifische Festlegungen für weitere, häufig anzutreffende Laborbereiche.

Arbeitsbericht „Qualifizierte Planung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen – Zukünftige Regelungen in der TRwS 779“

Ein neues Thema der sich in Überarbeitung befindlichen TRwS 779 „Allgemeine Technische Regelungen“ wird die Konkretisierung von Festlegungen für den qualifizierten Planer von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sein. TRwS 779 wird damit die Erweiterung der Grundsatzanforderungen der künftigen bundeseinheitlichen Verordnung für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen auf die Planung aufgreifen. Mit dem Arbeitsbericht werden die Gedanken der Arbeitsgruppe vorgestellt, da eine Veröffentlichung des Gelbdruckes der TRwS 779 noch einige Zeit dauern wird.

Aus den Fachausschüssen (FA)

FA IG-2 "Branchenspezifische Industrieabwässer und Abfälle"

Im Fachausschuss IG-2 werden derzeit Merkblätter zu den folgenden Themen erarbeitet:

  • Abwasser aus Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetrieben,
  • Abwässer aus lederherstellenden Betrieben,
  • Abwasser aus der Transportbehälterinnenreinigung,
  • Abwasser aus der Fischzucht,
  • Abwasser aus gentechnischen Produktionsanlagen und vergleichbaren Laboreinrichtungen.

Die Arbeiten zu den Merkblattentwürfen

  • DWA-M 733 "Abwasser aus der Herstellung technischer Textilien"
  • DWA-M 751 "Abwasser der Gemüseverarbeitung und Sauerkrautbereitung"

sind abgeschlossen. Eine Veröffentlichung ist in 2015 erfolgt.

 

Weitere Themen, denen sich der IG-2 in Arbeitsgruppen unter anderem gerne annehmen würde, sind "Abwasser aus der Wasseraufbereitung für industrielle und gewerbliche Zwecke (Wasseraufbereitung, Kühlsysteme, Dampferzeugung)" oder "Emissionen aus der metallverarbeitenden Industrie, speziell die Bereiche "Galvanik" und "Mechanische Behandlung".

FA IG-4 "Grundsatzfragen der Indirekteinleitung"

Im Fachausschuss IG-4 wurde Anfang 2011 die Arbeitsgruppe IG-4.2 „Anthropogene Spurenstoffe und gewerblich/industrielle Indirekteinleiter“ in Nachfolge der Arbeitsgruppe IG-4.2 „Gefährliche Stoffe in kommunalen Kläranlagen“ neugegründet. Die Arbeitsgruppe soll die Bedeutung anthropogener Spurenstoffe aus gewerblichen und industriellen Abwässern für den Kläranlagenbetrieb, das Gewässer und die Klärschlammverwertung und -entsorgung darlegen. Darüber hinaus ist auch das Thema der Entfernung solcher Stoffe aus dem gewerblichen/ industriellen Abwasser sowohl in verfahrenstechnischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu behandeln.

FA IG-5 "Spezielle Verfahren zur Behandlung von Industrieabwässern"

Im Fachausschuss IG-5 wird die Behandlung von Industrieabwässern aus verfahrenstechnischer Sicht beleuchtet.

 

Die Arbeitsgruppe IG-5.1 „Anaerobe Verfahren zur Behandlung von Industrieabwässern“ hat 2014 ihren 9. Arbeitsbericht "Betriebskosten/Betriebsaufwand der Anaerobtechnik in der Industriewasserbehandlung" vorgelegt.

FA IG-6 "Wassergefährdende Stoffe"

Zentrale Aufgabe des IG-6 ist derzeit die Begleitung der Arbeiten an einer bundeseinheitlichen Verordnung für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV). In den Arbeitsgruppen wird die Er- bzw. Überarbeitung der Technischen Regeln wassergefährdender Stoffe (TRwS) zur Konkretisierung der gesetzlichen Bestimmungen fortgeführt.

Derzeit laufen folgende Arbeiten:

  • Überarbeitung TRwS 779 „Allgemeine Technische Regelungen“,
  • Überarbeitung TRwS 780 "Oberirdische Rohrleitungen"
  • Überarbeitung TRwS 781 "Tankstellen für Kraftfahrzeuge" (Teile 1 bis 3)
  • Überarbeitung TRwS 786 "Ausführung von Dichtflächen"
  • Überarbetung TRwS 788 "Flachbodentanks aus metallischen Werkstoffen zur Lagerung wassergefährdender Flüssigkeiten"
  • Überarbeitung TRwS 789 "Bestehende unterirdische Rohrleitungen"
  • Erarbeitung TRwS 791-2 "Bestehende Heizölverbraucheranlagen"
  • Erarbeitung TRwS 792 „JGS-Anlagen“
  • Erarbeitung TRwS 793 „Biogasanlagen“.

Die TRwS 780, TRws 781, TRwS 789, TRwS 791-2 und TRwS 792 befinden sich im öffentlichen Beteiligungsverfahren. Im Februar 2015 wurde das Arbeitsblatt DWA-A 791-1 (TRwS 791-1) „Errichtung, betriebliche Anforderungen und Stillegung von Heizölverbraucheranlagen“ veröffentlicht.

Im Juni 2016 wurde der Arbeitsbericht "Qualifizierte Planung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen - zukünftige Regelungen in der TRwS 779 "Allgemeine Technische Regelungen" vorgelegt.

 

 

FA IG-7 "GMAG"

Die Arbeiten im GMAG werden derzeit durch folgende Schwerpunkte geprägt:

  • Erarbeitung von Anforderungen an Öl- und Chemikalienbindemittel
  • Erarbeitung von Anforderungen an tensidhaltige Reinigungsmittel
  • Erarbeitung von Anforderungen an vorgefertigte, schwimmende Ölsperren, sowie Erstellung von Handlungsanweisungen zur Anwendung von Ölsperren.
  • Überarbeitung des DWA-M 715 "Ölbeseitigung auf Verkehrsflächen"
  • Erarbeitung von Festlegungen zu Arbeitsschutz und Hygiene an Einsatzstellen mit Ölprodukten