Zahlen | Fakten | Umfragen

Wasser- und Abfallwirtschaft in Deutschland

bitte geben Sie eine Beschreibung des Bildes ein

Übersicht über die Branche

Die DWA führt regelmäßig Umfragen unter ihren rund 14.000 Mitgliedern durch, um einen Überblick über die Wasser- und Abfallwirtschaft in Deutschland zu erhalten. Hier sind u.a. die Umfrage zum Zustand der Kanalisation, der Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen, die Wirtschaftsdaten der Abwasserbeseitigung etc. zu nennen. Außerdem steht die DWA im Austausch mit anderen Institutionen, die statistische Daten zum Wassersektor erheben, wie z.B. dem Statistischen Bundesamt.

Alles auf einer Seite

Im jährlich erscheinenden DWA-Politikmemorandum wird der Leser auf einer einleitenden Seite mit den wesentlichen Zahlen des Wasser- und Abfallsektors vertraut gemacht.

 

Beispielsweise erfährt man hier, dass der Anschlussgrad an die öffentliche Kanalisation bei 96% liegt, jeder Bürger im Durchschnitt 116 € pro Jahr für die Abwasserbeseitigung ausgibt und 4,5 Mrd. € im Jahr in den Erhalt der Abwasseranlagen investiert werden. Darunter sind ca. 10.000 Kläranlagen und 541.000 Kanal-Kilometer zu verstehen.

 

Nicht eingerechnet ist das private Kanalnetz, das auf die doppelte Länge des öffentlichen geschätzt wird. Durch den hohen Standard der Abwasserbeseitigung in Deutschland konnte erreicht werden, dass inzwischen 88% der Flüsse und 92% der Seen einen guten chemischen Zustand gemäß Anforderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie aufweisen.

Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft

Mit dem neuen Branchenbild haben ATT (Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e. V.), BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.), DBWV (Deutscher Bund verbandlicher Wasserwirtschaft e. V.), DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.) , DWA und VKU (Verband kommunaler Unternehmen e. V.) in Kooperation mit Deutschen Städtetag und Deutschem Städte- und Gemeindebund zum dritten Mal ein umfassendes Gesamtbild der deutschen Wasserwirtschaft vorgelegt und aktuelle Fragestellungen aufgegriffen.

Wirtschaftsdaten der Abwasserbeseitigung

Die jährlichen Ausgaben der Bürgerinnen und Bürger für die Ableitung und Behandlung von Abwasser sind seit Jahren stabil. Dies zeigen die Ergebnisse einer breit angelegten Umfrage zu den Wirtschaftsdaten der Abwasserbeseitigung, die die DWA gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durchgeführt hat. Danach zahlen die Deutschen pro Jahr knapp 116 Euro pro Person, das entspricht 32 Cent täglich, für die Entsorgung ihres Abwassers. Verschiedene Rahmenbedingungen führen jedoch dazu, dass sich die Kosten für den Bürger regional stark unterscheiden. Die Untersuchung ergab auch, dass die Reinvestitionen – 4,6 Milliarden Euro im Jahr 2009 – in etwa dem Werteverzehr der Abwasseranlagen entsprechen. Das bedeutet, dass die Abwasserbetriebe, in Deutschland ganz überwiegend die öffentliche Hand, ihre Anlagen für die Zukunft in einem guten Zustand hält.

Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen

Jährlich vergleicht die DWA die kommunalen Kläranlagen in ihrer Leistung. Beim 23. Leistungsvergleich im Jahr 2010 stand die Entfernung des Pflanzennährstoffs Stickstoff aus dem Abwasser im Mittelpunkt. Im Ergebnis zeigt sich, dass das gereinigte Abwasser bundesweit im Durchschnitt nur noch 9,3 mg Stickstoff je Liter enthält.Von über 400.000 t Stickstoff, die im Abwasser jedes Jahr in die kommunalen Kläranlagen gelangen, werden im bundesweiten Mittel 80 % entfernt, was zu einer bedeutenden Entlastung unserer Flüsse und Seen führt. Die Anforderungen der EU werden hier deutlich übertroffen.

Zustand der Kanalisation in Deutschland

Rund ein Fünftel aller Abwasserkanalhaltungen in Deutschland weisen Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig zu sanieren sind. Eine Daueraufgabe ist auch die Sanierung von Kanalschächten, etwa an Abdeckungen und Rahmen (zum Beispiel „klappernde Kanaldeckel“). Dies sind nur einige der Ergebnisse ihrer aktuellen Umfrage der DWA zum Zustand der Kanalisation in Deutschland, die in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag sowie dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durchgeführt wurde.