Öffentliche Kanäle und private Abwasserleitungen bilden ein zusammenhängendes Entwässerungssystem, dessen Funktionsfähigkeit von einem ordnungsgemäßen Zustand aller Anlagenteile abhängt. Untersuchungen zeigen einen hohen Anteil schadhafter Grundstücksentwässerungsanlagen, wodurch Verunreinigungen von Boden und Grundwasser sowie Fremdwassereinträge in Abwasserleitungen entstehen können. Darüber hinaus können Schäden an Leitungen zu Beeinträchtigungen von Gebäuden, Infrastruktur und dem Schutz vor Rückstau führen. Die unterschiedlichen rechtlichen Regelungen in den Bundesländern tragen zusätzlich zu Unsicherheiten bei.
Die DWA spricht sich für dichte Grundstücksentwässerungsanlagen, regelmäßige und risikoorientierte Untersuchungen sowie fachgerechte Sanierungen aus. Sie empfiehlt einheitliche und verhältnismäßige rechtliche Rahmenbedingungen, die Prüf- und Sanierungspflichten am Gefährdungspotenzial ausrichten und Prioritäten etwa in sensiblen Gebieten berücksichtigen. Zudem befürwortet die DWA eine enge Koordination von öffentlichen und privaten Akteuren, um Untersuchungen und Sanierungen wirtschaftlich, effizient und qualitätsgesichert durchzuführen. Ziel ist der nachhaltige Schutz von Boden und Grundwasser sowie der langfristige Erhalt von Infrastruktur und Immobilienwerten.
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