Die Wasserrahmenrichtlinie bildet den zentralen europäischen Ordnungsrahmen für eine nachhaltige Wasserpolitik und prägt die wasserwirtschaftliche Praxis in Europa maßgeblich. Ihre Umsetzung hat zu Verbesserungen des Gewässerzustands beigetragen, gleichzeitig zeigt sich, dass die Erreichung eines guten Zustands aller Gewässer einen langfristigen Prozess darstellt. Mit der Überprüfung der Richtlinie steht die Frage im Mittelpunkt, wie bewährte Instrumente erhalten und bestehende Herausforderungen bei Planung, Umsetzung und Zielerreichung berücksichtigt werden können.
Die DWA spricht sich für die Fortführung der Wasserrahmenrichtlinie über 2027 hinaus aus und befürwortet ihre Weiterentwicklung bei gleichbleibendem Anspruchsniveau. Sie empfiehlt verlässliche und realistische Grundlagen für die Bewirtschaftungsplanung, eine stärkere Planungssicherheit sowie eine praxisgerechtere Anwendung zentraler Instrumente der Richtlinie. Darüber hinaus sieht sie Handlungsbedarf bei der Ausgestaltung von Bewertungs- und Ausnahmeregelungen sowie bei der stoffbezogenen Gewässerbewertung. Ferner fordert die DWA eine stärkere Abstimmung der Wasserrahmenrichtlinie mit anderen europäischen Regelwerken, um Gewässerschutz wirksamer und zugleich kohärenter umzusetzen.
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