28. Oktober 2026. Wie lassen sich Hochwasser- und Starkregenrisiken gemeinsam betrachten? Welche Erkenntnisse aus außergewöhnlichen Hochwasserlagen können für die Vorsorge genutzt werden? Und welche Möglichkeiten bieten neue Methoden und Künstliche Intelligenz für Warnung und Katastrophenschutz? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Hochwassertag der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) am 26. November 2026 in Wiesbaden.
Von der Gefahrenkarte zur konkreten Vorsorge
Hochwasser und Starkregen werden in der Praxis häufig mit unterschiedlichen Instrumenten betrachtet. Der DWA-Hochwassertag rückt die gemeinsame Betrachtung beider Risiken in den Fokus. Ein Thema ist die Arbeit der DWA-Arbeitsgruppe „Starkregen- und Hochwassergefahrenkarte“. Zugleich geht es darum, Starkregengefahrenkarten nicht allein als Darstellung möglicher Gefährdungen zu verstehen, sondern als Entscheidungsmodelle für die kommunale Steuerung zu nutzen.
Wie sich Kommunen besser auf den Ernstfall vorbereiten können, bildet einen zweiten Schwerpunkt. Die Sammlung und Aufbereitung von Hochwassereinsatzwissen soll helfen, Erfahrungen aus außergewöhnlichen Hochwasserlagen nutzbar zu machen. Hinzu kommen konkrete Ansätze für die Evakuierungsplanung bei Starkregen und Sturzfluten sowie Erfahrungen aus der interkommunalen Zusammenarbeit bei Hochwasservorsorge und -bewältigung.
Besser warnen bei Starkregen und Sturzfluten
Eine zentrale Herausforderung bleibt die möglichst frühzeitige Warnung vor schnell auftretenden Gefahren. Der Hochwassertag greift aktuelle Entwicklungen bei Frühwarnsystemen auf und stellt Methodik und erste Erfahrungen mit dem Starkregenfrühalarmsystem im Landkreis Fulda vor.
Neue technologische Ansätze erweitern das Themenspektrum. Das Fraunhofer-IOSB stellt einen Large-Language-Ansatz zur Warnung bei Starkregen und Sturzflutgefahr vor und zeigt Anwendungen im Katastrophenschutz. Die TU München präsentiert KI-gestützte urbane Hochwasserresilienz.
Erfahrungen für die Praxis nutzbar machen
Der Hochwassertag verbindet Gefahrenbewertung, Vorsorge und Bewältigung: von Starkregengefahrenkarten und Frühwarnsystemen über die Aufbereitung von Einsatzwissen bis zur Evakuierungsplanung im Katastrophenfall. Der Erfahrungsaustausch zwischen Wasserwirtschaft, Ingenieurwesen, Kommunen und Katastrophenschutz ist ein zentrales Element der Veranstaltung. Eine begleitende Fachausstellung ergänzt die Tagung. Die Veranstaltung ist gemäß der Fort- und Weiterbildungsordnung der Ingenieurkammer-Bau NRW anerkannt.
Information: www.dwa.info/va/hw100
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V.
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