Das Bundesumweltministerium hat einen Entwurf zur Weiterentwicklung des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz für den Sektor Landnutzung vorgelegt. Vorgesehen sind Maßnahmen unter anderem zu Mooren, landwirtschaftlich genutzten Mineralböden und zum Landschaftswasserhaushalt. Hintergrund ist eine erhebliche Ziellücke bei den Klimaschutzzielen im Landnutzungssektor. Für die Wirksamkeit des Programms sind deshalb eine zügige, flächenwirksame Umsetzung und eine verlässliche Wirkungskontrolle entscheidend.
Die DWA begrüßt die Weiterentwicklung des Programms und die stärkere Berücksichtigung des Landschaftswasserhaushalts. Sie empfiehlt, wasserwirtschaftliche Planungsinstrumente besser zu verzahnen, Wechselwirkungen mit Gewässer- und Grundwasserschutz systematisch zu berücksichtigen und Maßnahmen durch belastbares Monitoring zu begleiten. Zugleich sollten Planungs- und Genehmigungshemmnisse abgebaut, Förderverfahren praxisnah gestaltet sowie langfristige finanzielle und personelle Kapazitäten gesichert werden. So können Moorschutz, Humusaufbau, Wasserrückhalt und Auenrenaturierung wirksam, dauerhaft und unter Berücksichtigung von Flächenverfügbarkeit und Nutzungskonflikten umgesetzt werden.
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