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DWA-Stellungnahme zur Phosphorrückgewinnung

Rahmenbedingungen für den Kapazitätsaufbau

02.05.2024

drei Klärbecken der Kläranlage Euskirchen von schräg oben
© Eberhard Städtler

Phosphor ist als kritischer Rohstoff von hoher Bedeutung für die Kreislaufwirtschaft. Mit den Vorgaben der Klärschlammverordnung müssen kommunale Klärschlämme schrittweise dem Phosphorrecycling zugeführt werden. Für die Umsetzung sind erhebliche zusätzliche Kapazitäten zur thermischen Klärschlammbehandlung sowie zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammverbrennungsaschen erforderlich. Prognosen weisen jedoch auf deutliche Kapazitätslücken hin, sodass die fristgerechte Zielerreichung vor großen technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Herausforderungen steht. Die DWA unterstützt das Ziel der Phosphorrückgewinnung und sieht kurzfristigen Handlungsbedarf bei den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Aus ihrer Sicht müssen Investitionen erleichtert, die Marktfähigkeit von Phosphorrezyklaten gestärkt und geeignete Verwertungswege ermöglicht werden. Zudem spricht sie sich für den Ausbau von Rückgewinnungskapazitäten, die rechtzeitige Vorbereitung notwendiger Zwischenlagerungen sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Rückgewinnungsverfahren aus. Planungssicherheit und geeignete Förderinstrumente sind aus Sicht der DWA wesentliche Voraussetzungen, um die Ziele der Klärschlammverordnung zu erreichen.