Die Abwasserreinigung in Deutschland erzeugt jährlich erhebliche Mengen Klärschlamm, deren sichere Entsorgung langfristig gewährleistet werden muss. Für Kommunen und Kläranlagenbetreiber stehen unterschiedliche Entsorgungswege zur Verfügung, darunter thermische Behandlung sowie die landwirtschaftliche und landschaftsbauliche Verwertung. Gleichzeitig gewinnen Fragen der Ressourcenschonung, insbesondere die Nutzung von Phosphor als begrenztem Nährstoff, zunehmend an Bedeutung. Veränderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen und der künftigen Entsorgungsinfrastruktur stellen die Branche vor erhebliche Herausforderungen.
Die DWA betrachtet Klärschlamm als wertvolle Ressource und setzt sich für eine fachlich differenzierte Klärschlammstrategie ein. Sie befürwortet den Erhalt der Entsorgungssicherheit, die Weiterentwicklung von Verfahren zur Phosphorrückgewinnung sowie den Ausbau geeigneter Kapazitäten für die Monoverbrennung. Gleichzeitig spricht sie sich für die Fortführung der stofflichen Verwertung qualitätsgesicherter Klärschlämme aus und empfiehlt dafür geeignete Qualitätssicherungssysteme. Gesetzliche Vorgaben sollen so ausgestaltet werden, dass Ressourcennutzung, Umwelt- und Gewässerschutz sowie verlässliche Planungs- und Investitionsbedingungen miteinander vereinbar bleiben.
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