Die europäische Kommunalabwasserrichtlinie hat die Ableitung und Reinigung kommunaler Abwässer in Europa wesentlich verbessert und damit einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz geleistet. Im Rahmen des Evaluierungsprozesses der Europäischen Kommission zeigt sich jedoch, dass die Umsetzung in den Mitgliedstaaten unterschiedlich weit fortgeschritten ist und neue Herausforderungen für den Gewässerschutz berücksichtigt werden müssen. Dazu zählen unter anderem Nährstoffeinträge, Niederschlagswasser, Spurenstoffe, Energieeffizienz, Ressourcenrückgewinnung und die Anpassung an zukünftige Anforderungen der Wasserwirtschaft.
Die DWA setzt sich für eine Weiterentwicklung der Richtlinie ein, die hohe Umweltstandards europaweit fördert und gleichzeitig unterschiedliche Ausgangsbedingungen berücksichtigt. Im Mittelpunkt stehen die stärkere Reduzierung von Nährstoffeinträgen, die Weiterentwicklung von Monitoring und technischen Standards, eine effizientere Nutzung von Energie und Ressourcen sowie die Förderung qualifizierten Anlagenpersonals. Zudem spricht sich die DWA für einen stärkeren Gewässerbezug bei Maßnahmen zum Schutz vor Spurenstoffen aus und betont die Bedeutung des Verursacherprinzips bei der Auswahl und Finanzierung geeigneter Maßnahmen zur Verringerung von Gewässerbelastungen.
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