Hennef. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) stellt die Weichen für Kontinuität und Weiterentwicklung. Das Präsidium des technisch-wissenschaftlichen Fachverbandes hat den Vertrag mit Vorständin Dr. Lisa Irwin-Broß (37) vorzeitig bis zum 30. September 2033 verlängert. „Lisa Irwin-Broß hat die DWA in kurzer Zeit strategisch geschärft und sichtbar weiterentwickelt. Sie setzt wichtige Impulse für die Rolle der DWA in einem sich wandelnden Umfeld. Wir freuen uns sehr, dass Lisa Irwin-Broß ihr Engagement in der DWA langfristig weiterführt.“, betont DWA-Präsident Prof. Uli Paetzel.
Seit Oktober 2023 gehört Irwin-Broß dem Vorstand an, Anfang 2024 übernahm sie die fachliche Führung des Verbandes. Seither hat sie zentrale Veränderungen angestoßen, etwa die Stärkung der fachlichen Arbeit, die Modernisierung von Strukturen sowie eine klarere Positionierung der DWA in Politik und Öffentlichkeit.
Mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung richtet sich der Blick nach vorn. Die Transformation der Wasserwirtschaft, geprägt durch Klimaanpassung, steigenden Investitionsbedarf und neue regulatorische Anforderungen wie die Kommunalabwasserrichtlinie, verlangt nach Orientierung, fachlicher Einordnung und verbindenden Plattformen. „Die Wasserwirtschaft steht vor Aufgaben, die nur im Zusammenspiel von Technik, Regulierung und gesellschaftlicher Akzeptanz zu lösen sind. Die DWA wird diese Prozesse konsequent weiterentwickeln und inhaltlich prägen, mit klaren Positionen, anschlussfähigem Wissen und Formaten, die unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen. Gemeinsam mit den haupt- und ehrenamtlich Engagierten im Verband und im engen Schulterschluss mit meinem Vorstandskollegen Rolf Usadel werde ich diesen Weg weiter vorantreiben, mit dem Ziel einer nachhaltigen und zukunftssicheren Wasserwirtschaft“, so Lisa Irwin-Broß.
Ein Fokus der kommenden Jahre liegt auf der Weiterentwicklung der Gremien- und Regelwerksarbeit sowie auf neuen Formen des Wissenstransfers und der Vernetzung. Ziel ist es, Expertise schneller wirksam werden zu lassen und die Rolle der DWA als zentrale Plattform der Branche auszubauen.
Lisa Irwin-Broß studierte Maschinenbau mit Vertiefung in Verfahrenstechnik an der RWTH Aachen. Es folgten Masterstudien in Wirtschaftswissenschaften und Umweltingenieurwissenschaften. Sie promovierte an der Universität der Bundeswehr München zur Resilienz von Wasserversorgungssystemen in Krisensituationen. Berufliche Stationen führten sie in die Forschung und Entwicklung der Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz sowie an das Kompetenzzentrum Wasser Berlin.
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