25 Jahre Erfahrung schafft Vertrauen

Blended Learning: Lehrgang didaktisch überarbeitet

Hennef. Ab September 2022 bietet die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) den Lehrgang Zertifizierte*r Kanal-Sanierungs-Berater*in - kurz ZKS-Berater*in - erstmals als Blended Learning an. Unter Blended Learning versteht man ein didaktisches Konzept, das Online- und Präsenzunterricht kombiniert. Im neuen Angebot wurde der Lernzeitraum für die ersten zwei Unterrichtsmodule, bei gleichbleibendem Inhalt, von zwei auf fünf Wochen verteilt. Den Teilnehmer*innen bleibt somit mehr Zeit zum individuellen Lernen. Begonnen wird mit einer dreitägigen Präsenzphase, die weitere Wissensvermittlung erfolgt online. Die Module drei und vier sowie die Prüfung werden wie gewohnt angeboten. Die Lehrgangsinhalte werden auf insgesamt rund sieben Wochen verteilt, der Lehrgang wird innerhalb von drei Monaten absolviert.

Ein Kurs - drei Zertifizierungen

Neben dem ZKS-Pass werden mit dem Lehrgang zugleich das DACH-Kanalinspektionszertifikat für Inspekteure nach Merkblatt DWA-M 149-2 und Europa-Norm EN 13508-2 und der BBE-Schein inklusive BBE-Pass "Bauwerksbeschichtung in Entwässerungssystemen" erworben. Der Lehrgang richtet sich an Ingenieur*innen, Bautechniker*innen, Abwasser- und Straßenbaumeister*innen. Seit mittlerweile 25 Jahren bereitet er Praktikerinnen und Praktiker sowie Planerinnen und Planer vor Ort auf die stetig steigenden Anforderungen in der Kanalsanierung vor. Die Fortbildung befasst sich mit der Instandsetzung öffentlicher Kanäle sowie privater Grundstücksentwässerungsanlagen.

Aufgabe: Qualifikation verbessern

Die erste Schulung startete 1997 mit acht Teilnehmenden. Mittlerweile bietet die DWA vier Lehrgänge pro Jahr an. Rund 2.100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Qualifizierung inzwischen durchlaufen. Ausschlaggebend für das damals neue Angebot war die Erkenntnis, dass die Schäden im Abwassersystem immens waren, es jedoch an ausgebildeten Fachkräften fehlte, um Konzepte für die Zustandserfassung und Sanierung zu erstellen. Der zertifizierte Kanal-Sanierungs-Berater war geboren. Das Zertifikat am Ende der Schulung belegt, dass die fachliche Qualifikation vorhanden ist, den Zustand von Kanälen zu begutachten und Schäden zu beheben.

Laut DWA-Umfrage bei den Kanalnetzbetreibern von 2020 weisen mittlerweile weniger als ein Fünftel der Kanalhaltungen im öffentlichen Bereich Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig sanierungsbedürftig sind. Über den Zustand der privaten Abwasserleitungen ist weniger bekannt. Schäden können zu Verstopfungen oder Überflutungen, aber auch zur Versickerung von Abwasser und damit zu Verunreinigungen des Grundwassers führen. Jährlich werden rund ein Prozent des öffentlichen Kanalnetzes saniert.

Kanalsanierung: wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig

Für Kommunen und Privathaushalte sind neben gesetzlichen Vorgaben auch ökologische und wirtschaftliche Gründe dafür ausschlaggebend, in ein funktionierendes Abwassersystem zu investieren. Das ZKS-Zertifikat gewährleistet qualifiziertes Personal, das bei der Vielzahl der technisch möglichen Inspektions- und Sanierungsverfahren den Überblick behält, fachgerecht plant und sinnvolle wirtschaftliche Sanierungskonzepte realisiert.

Information und Kontakt

Der ZKS-Lehrgang wird an wechselnden Standorten bundesweit angeboten. Inklusive Lehrgangsunterlagen und Prüfung kostet er pro Modul 1.395 Euro, DWA-Mitglieder sowie Mitglieder der Kooperationspartner - Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V., Güteschutz Kanalbau e. V., Rohrleitungssanierungsverband (RSV) und Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V. - zahlen 1.195 Euro pro Modul. Der Lehrgang ist von der Ingenieurkammer Bau Nordrhein-Westfalen anerkannt und kann durch Bildungsprämie oder Bildungsscheck gefördert werden. Kontakt: Zvonko Gocev, Telefon: 02242 872-217, E-Mail: gocev@dwa.de oder www.zks-berater.de.

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