Klärschlammtrocknung

Aufruf zur Mitarbeit

Hennef. Der DWA-Fachausschuss KEK-3 „Energetische Verwertung und thermische Behandlung“ hat im Februar 2004 die erste Auflage des Merkblattes DWA-M 379 "Klärschlammtrocknung" veröffentlicht. Inzwischen hat nicht nur die technische Entwicklung wesenstliche Neuerungen mit sich gebracht. Der Wegfall der Entsorgungsoption der Deponierung sowie die zunehmenden Einschränkungen bei der landwirtschaftlichen und landschaftsbaulichen Verwertung führen für die Entsorgung von Klärschlämmen zu veränderten Rahmenbedingungen, die den Bau von Trocknungsanlagen wieder stärker in den Fokus rücken lassen.

Mit dem Verfahren der Trocknung wird die Vielfalt und Flexibilität der Entsorgungsoptionen erweitert, da der getrocknete Schlamm wesentliche Vorteile hinsichtlich Lagerung, Transport, Umschlag und Einsatzfähigkeit als Ersatzbrennstoff in verschiedenen Verbrennungsanlagen aufweist. So führt die Trocknung von Klärschlamm zu einer weitgehenden Gewichts- und Volumenreduktion sowie zur Erzeugung eines heizwertreichen Brennstoffes. Je nach gewähltem Trocknungsverfahren und Trocknungsgrad kann ein hygienisch unbedenkliches lager- und transportfähiges Gut erzeugt werden, wodurch sich der Fächer der nachfolgenden Behandlungs- und Entsorgungsmöglichkeiten deutlich verbreitert.

Vor diesem Hintergrund hat der Fachausschuss KEK-3 beschlossen, die Arbeitsgruppe KEK-3.1 "Klärschlammtrocknungsanlagen" zu reaktivieren, um das Merkblatt M 379 grundlegend zu überarbeiten. Die im Merkblatt zusammengefassten technischen Ausführungen zu den etablierten Verfahren der Klärschlammtrocknung sollen dabei gemäß dem Stand der Technik aktualisiert werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, das Merkblatt um Ausführungen zu den inzwischen stärker verbreiteten Verfahren zur solaren oder thermosolaren Trocknung zu ergänzen.

Um den Mitgliederkreis der Arbeitsgruppe KEK-3.1 "Klärschlammtrocknung" kompetent zu erweitern, werden Kolleginnen oder Kollegen gesucht, die die Arbeiten zur genannten Thematik ehrenamtlich mitgestalten wollen. Dabei sollten Bewerber sowohl mit wissenschaftlichen Arbeitsmethoden vertraut sein, als auch umfangreiche Praxiserfahrungen einbringen können. Neben vertieften Kenntnissen der Verfahrenstechniken der Klärschlammtrocknung ist auch das Interesse für die im Zusammenhang stehenden rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte erwünscht.

Interessenten melden sich bitte mit einer themenbezogenen Beschreibung ihres beruflichen Werdeganges bei:

DWA-Bundesgeschäftsstelle:
Dipl.-Ing. Reinhard Reifenstuhl, Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef

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