Tag der offenen Tür bei Hennefer Verband

Neues Bürogebäude präsentiert sich am Tag der Architektur

Das Erweiterungsgebäude der in Hennef ansässigen Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) und ihres wirtschaftlich orientierten Schwestervereins Gesellschaft zur Förderung der Abwassertechnik (GFA) ist am 24. Juni 2012 von 14.00 bis 17.00 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Um 15.00 und 16.00 Uhr bietet der Architekt und Stadtplaner Jörg Neubig, der für die Planung von Gebäude und Außenanlagen verantwortlich war, Führungen durch das Gebäude an. Neubig ist Partner bei neubighubacher köln – architektur städtebau strukturentwicklung. Der 23. und 24. Juni 2012 sind von den deutschen Architektenkammern zum Tag der Architektur ausgerufen worden. Allein in Nordrhein-Westfalen kann 451 Mal aktuelle Architektur vor Ort erlebt werden.

2,5 Millionen Euro Investitionsvolumen

Das neue Gebäude wurde im Januar 2012 nach einjähriger Bauphase und zwei Jahren Genehmigungszeit bezogen. Es ist ein reines Bürogebäude der bundesweit tätigen Verbände DWA und GFA, die ihren Hauptsitz auf einem 5200 Quadratmeter großen Grundstück in Hennef haben. Der Neubau erweitert das bestehende Gebäude aus dem Jahr 1993, das nach laufender Expansion der DWA zu klein geworden war. Das Gesamtbudget für das Neubauprojekt einschließlich von Renovierungsmaßnahmen im älteren Gebäude betrug 2,5 Millionen Euro. Das neue Gebäude hat eine Grundfläche von 373 Quadratmeter. Die Bruttogrundfläche von 1103 Quadratmeter bei einer Nettonutzfläche von 606 Quadratmetern verteilt sich auf zwei oberirdische und ein Kellergeschoss. Es bietet 26 Arbeitsplätze in 18 Büroräumen.

Gebäude ist energetisch optimiert

Das Gebäude ist energetisch optimiert: Es wurde zusätzlich isoliert, mit einer Dreifachverglasung versehen, besitzt ein ausgeklügeltes System zur Be- und Entlüftung sowie zur Regelung der Raumtemperatur und eine bewegungsorientierte Raumlichtschaltung. Selbstverständlich ist es mit einer Gasbrennwertheizung ausgestattet, also einer Gasheizung, die die Wärme mitnutzt, die beim Kondensieren des im Abgas enthaltenen Wasserdampfs ins Freie entweichen würde. Durch diese Maßnahmen werden die Werte der Energiesparverordnung 2009 um ca. 25 Prozent unterschritten.

Als weitere Besonderheiten des Gebäudes sind zu nennen: Barrierefreiheit, auf allen Fluren können im Bedarfsfall zwei Rollstühle aneinander vorbeifahren, ein Gründach, eine Anlage zur Regenwasserversickerung auf dem Grundstück, eine Photovoltaikanlage, die auf dem Hauptgebäude, dessen Dach die richtige Neigung hat, montiert wurde. Ein zusätzliches Plus sind ein überdachter Fahrradunterstand und ein sorgfältig gestalteter Gartenbereich mit Sitzgelegenheiten. Durch die städtebaulich geschickte Anlage des Erweiterungsbaus konnte der gesamte Parkraum für Kraftfahrzeuge erhalten bleiben.

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